13 April 2026, 02:08

Penguin Random House verklagt OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung durch KI-Training

Offenes Buch mit Zeichnungen verschiedener Werkzeuge auf seinen Seiten, vor dunklem Hintergrund, ähnlich einem Patentbuch.

Penguin Random House verklagt OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung durch KI-Training

Der Verlag Penguin Random House hat Klage gegen OpenAI und ChatGPT wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen eingereicht. Der Verlag wirft dem KI-System vor, ohne Erlaubnis Inhalte aus Ingo Siegners beliebter Kinderbuchreihe Der kleine Drache Kokosnuss reproduziert zu haben. Der Fall wirft neue Fragen auf, wie KI-Tools urheberrechtlich geschütztes Material für ihr Training und ihre Ausgaben nutzen.

Die beim Landgericht München eingereichte Klage markiert einen weiteren Konflikt zwischen traditionellen Verlagen und KI-Entwicklern. Sie folgt auf einen kürzlichen Teilerfolg der GEMA gegen OpenAI vor demselben Gericht, wobei das Urteil noch in der Berufung schwebt.

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Im Mittelpunkt des Streits steht der Vorwurf von Penguin Random House, OpenAI habe Siegners Bücher rechtswidrig für das Training seiner KI-Modelle genutzt. Laut Verlag führte dies dazu, dass ChatGPT nach einfachen Eingabeaufforderungen Textpassagen und Illustrationen aus Der kleine Drache Kokosnuss speicherte und später wiedergab. Der Verlag vergleicht dies mit einer unberechtigten Speicherung und öffentlichen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke.

Carina Mathern, Verlegerin für Kinder- und Jugendbücher bei Penguin Random House, betonte, die Klage diene dem Schutz kreativer Rechte im Zeitalter der KI. Sie unterstrich die Notwendigkeit fairer Bedingungen, die Autor:innen und Illustrator:innen vor der unberechtigten Nutzung ihrer Werke bewahren.

Dies ist nicht der erste Fall dieser Art. Im November 2025 erzielte die GEMA vor dem Münchner Gericht einen Teilerfolg gegen OpenAI, als Richter urteilten, ChatGPT habe gegen Urheberrechte verstoßen. OpenAI legte jedoch Berufung ein, sodass das endgültige Urteil noch aussteht. Unterdessen zog die Hachette Book Group kürzlich den Horrorroman Shy Girl vom Verkauf zurück, nachdem eine KI-Erkennungssoftware große Teile des Textes als wahrscheinlich künstlich generiert einstuft.

Verlage hinterfragen zunehmend, ob KI-Systeme urheberrechtlich geschütztes Material für Training und Ausgabe nutzen dürfen. Das Ergebnis dieses Prozesses könnte richtungsweisend dafür sein, wie kreative Werke in einer Ära rasant fortschreitender KI-Technologie geschützt werden.

Das Landgericht München muss nun entscheiden, ob OpenAIs Nutzung von Siegners Büchern gegen das Urheberrecht verstößt. Ein Urteil zugunsten von Penguin Random House könnte Änderungen erzwingen, wie KI-Modelle trainiert werden und Inhalte generieren. Bis dahin bleibt der Fall ungelöst, während OpenAI weiterhin frühere Gerichtsentscheidungen zu ähnlichen Vorwürfen anfechtet.

Quelle