Rastatt kämpft um finanzielle Stabilität nach Gewerbesteuer-Einbruch 2026
Luisa BrandtRastatt kämpft um finanzielle Stabilität nach Gewerbesteuer-Einbruch 2026
Rastatt steht vor einer tiefen Finanzkrise, da die Einnahmen aus der Gewerbesteuer weit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die Stadt hatte für 2026 ursprünglich eine Million Euro veranschlagt, rechnet nun aber nur noch mit 300.000 Euro. Dieser drastische Rückgang zwingt die Verantwortlichen zu dringenden Maßnahmen, um die Haushaltslage zu stabilisieren und weitere wirtschaftliche Belastungen abzuwenden.
Der Regionalrat Karlsruhe hat zwar kürzlich den Haushalt 2026 für Rastatt gebilligt – allerdings nur unter strengen Auflagen. Der Rat verlangt weitere Kürzungen und besteht auf einen detaillierten Fortschrittsbericht bis zum 1. September 2026. Bürgermeisterin Monika Müller unterstützt diese Forderungen und fordert strengere Sparmaßnahmen sowie neue Wege, um die Einnahmen zu erhöhen.
Die Gewerbesteuereinnahmen sind in ganz Baden-Württemberg eingebrochen, wobei Rastatt besonders hart getroffen wurde. Während Großstädte wie Stuttgart weiterhin Hunderte Millionen einnehmen, kämpfen kleinere Kommunen ums Überleben. Landesweit belief sich das Nettoaufkommen aus der Gewerbesteuer 2025 auf 9,19 Milliarden Euro, doch pro Kopf sank das Volumen zwischen 2024 und 2025 um über 2 Prozent.
Um die Krise zu bewältigen, plant Rastatt für Juni eine öffentliche Veranstaltung, bei der die Pläne für 2027 diskutiert werden sollen. Im Mittelpunkt steht die Sicherung der finanziellen Zukunft der Stadt – bei gleichzeitig schrumpfenden Ressourcen.
Bis zum September-Termin muss Rastatt nun tiefgreifende Haushaltskürzungen umsetzen und zusätzliche Einnahmequellen erschließen. Ob die Stadt sich erholt, hängt davon ab, wie gut sie mit den anhaltenden Mindereinnahmen zurechtkommt. Die Verantwortlichen betonen, dass in den kommenden Monaten Transparenz und Bürgerbeteiligung entscheidend sein werden.






