Neues Fachberatungszentrum in Göppingen unterstützt Frauen bei Gewaltkonflikten
Luisa BrandtNeues Fachberatungszentrum in Göppingen unterstützt Frauen bei Gewaltkonflikten
In Göppingen hat ein neues Fachberatungszentrum für Frauen gegen Gewalt seine Türen geöffnet. Die Einrichtung richtet sich an Frauen ab 18 Jahren und bietet frühzeitige Unterstützung, um eine Eskalation von Konflikten zu verhindern. Verwirrung entstand jedoch, nachdem das offizielle Amtsblatt der Stadt fälschlicherweise eine Zugehörigkeit zur Kommunalverwaltung gemeldet hatte.
Betrieben wird das Zentrum von der Frauen- und Kinderhilfe Göppingen, einer privaten Organisation, die es auch finanziert. Im Gegensatz zu kommunalen Angeboten erhält die Einrichtung keine städtischen Mittel, sondern wird derzeit ausschließlich von zwei privaten Stiftungen getragen. Ab dem kommenden Jahr soll sie jedoch reguläre staatliche Fördergelder beziehen können.
Das Göppinger Amtsblatt Geppo veröffentlichte am 12. Dezember 2025 eine Richtigstellung, in der klargestellt wird, dass es sich bei dem Zentrum nicht um eine städtische Einrichtung handelt. Der Schwerpunkt der Beratungsstelle liegt auf niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Frauen im Landkreis, die von Gewalt betroffen sind – noch bevor sich die Situation zuspitzt. Warum die Stadtverwaltung selbst kein solches Zentrum eingerichtet hat, blieb bisher ungeklärt. Bis auf Weiteres bleibt die Frauen- und Kinderhilfe Göppingen alleinige Trägerin und Betreiberin.
Das Beratungszentrum wird vorerst unabhängig von der Stadt weiterarbeiten und bis 2026 durch private Stiftungen finanziert. Danach soll es Anspruch auf öffentliche Fördermittel haben. Die Angebote stehen weiterhin allen Frauen im Landkreis offen, die frühzeitige Hilfe bei Gewalt erfahren möchten.
