Neuer Flughafen-Frankfurt-Plan: Weniger Lärm für manche, mehr für andere
Miriam WolfNeuer Flughafen-Frankfurt-Plan: Weniger Lärm für manche, mehr für andere
Ein neuer Betriebsplan für den Flughafen Frankfurt wurde vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr geprüft. Das von der Deutschen Flugsicherung (DFS) und der Fraport entwickelte Konzept zielt darauf ab, die Lärmbelastung in den umliegenden Gemeinden neu zu verteilen, während das Gesamtaufkommen im Vergleich zum aktuellen Rahmen weitgehend gleich bleibt.
Der aktualisierte Plan berücksichtigt rund 560.000 Flugbewegungen, die bis 2033 erwartet werden. Er sieht Maßnahmen vor, um den Lärm gleichmäßiger zu verteilen, darunter eine morgendliche Pause auf den nordwestlichen Abflugrouten vor 6 Uhr. Diese Änderung soll den betroffenen Gebieten ruhigere Phasen ermöglichen.
Nach dem neuen System werden Städte wie Nauheim und Rüsselsheim eine verringerte Lärmbelastung erleben. Allerdings müssen sich die Bewohner von Flörsheim und Eddersheim auf eine höhere Belastung einstellen. Für Wiesbaden und Mainz hingegen wird sich kaum oder gar keine zusätzliche Belastung ergeben.
Zudem wurde ein freiwilliges Lärmschutzpaket vereinbart. Dieses umfasst den Ausbau von Schallschutzmaßnahmen an Gebäuden, zusätzliche Fördermittel für besonders betroffene Zonen sowie stärkere Anreize für Fluggesellschaften, leiseres Fluggerät einzusetzen. Das Land Hessen wird die Umsetzung des Plans durch kontinuierliche Überwachung begleiten.
Das überarbeitete Konzept hält die Gesamtlärmbelastung auf dem Niveau des bestehenden Rahmens, verlagert jedoch die Schwerpunkte. Betroffene Gemeinden werden unterschiedliche Veränderungen der Belastung erfahren – manche erhalten Entlastung, andere müssen mit höheren Werten rechnen. Die zusätzlichen Maßnahmen und Mittel sollen die Beeinträchtigungen so weit wie möglich mindern.






