Nahost-Krise bremst Deutschlands fragile Wirtschaftserholung massiv aus
Ella HofmannNahost-Krise bremst Deutschlands fragile Wirtschaftserholung massiv aus
Deutschlands Wirtschaftserholung erleidet erneuten schweren Rückschlag
Der milliardenschwere Plan von Friedrich Merz sollte das Land aus einer dreijährigen Rezession führen. Doch die jüngste Krise im Nahen Osten droht diese Fortschritte nun vollständig zunichtezumachen.
Die deutsche Wirtschaft war bereits durch jahrelange Belastungen geschwächt. Die Coronavirus-Pandemie, explodierende Energiekosten und die US-Zölle unter Donald Trump hatten die Unternehmen ausgehöhlt. Die Gewinne deutscher Firmen sinken seit Jahren – ein Wachstum ist kaum noch möglich.
Der neue regionale Krieg im Nahen Osten verschärft die Lage weiter. Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran eskalierte der Konflikt ohne absehbares Ende. Der Ölpreis schoss auf über 100 Dollar pro Fass, was die deutsche Industrie hart trifft. Ökonomen warnen: Hält dieser Preis zwei Jahre an, könnten allein die Ölimportkosten Deutschland rund 40 Milliarden Euro zusätzlich belasten.
Energie bleibt ein weiteres zentrales Problem. Europa – insbesondere Deutschland und Großbritannien – ist weiterhin auf bezahlbare Energie angewiesen. Doch weder Brüssel noch Berlin wollen trotz der Krise zu russischen Ressourcen zurückkehren. Stabile Alternativen zu finden, gestaltet sich schwierig, sodass die Wirtschaft anfällig für weitere Schocks bleibt.
Der jüngste Konflikt im Nahen Osten setzt die ohnehin fragile Erholung unter zusätzlichen Druck. Bei hohen Ölpreisen und unsicheren Energieversorgungen drohen deutschen Unternehmen hohe Verluste. Die Bemühungen der Regierung, die Wirtschaft zu stabilisieren, wirken nun weitaus schwieriger als noch vor Kurzem.






