17 June 2026, 17:56

Milliarden-Förderung für Elektroautos begünstigt vor allem chinesische Hersteller

Handelsunternehmen: E-Auto-Subvention mainly goes to China

Milliarden-Förderung für Elektroautos begünstigt vor allem chinesische Hersteller

Die 3,5-Milliarden-Euro-Förderung der Bundesregierung für Elektroautos kommt vor allem ausländischen Herstellern zugute – insbesondere chinesischen Automobilkonzernen. Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), kritisiert das Programm scharf: Es habe den Umstieg auf Elektrofahrzeuge nicht wie beabsichtigt beschleunigt.

Die Förderung gilt für neu zugelassene Elektroautos seit dem 1. Januar 2026. Käufer erhalten je nach Modell und persönlichen Voraussetzungen bis zu 6.000 Euro Zuschuss. Händler berichten, dass die meisten geförderten Fahrzeuge im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro liegen – ein Markt, der derzeit von chinesischen Marken dominiert wird.

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Deutsche Hersteller bieten in dieser Preisklasse noch keine Modelle an. Der VW ID.Polo, das erste heimische Elektroauto in diesem Segment, soll erst im September auf den Markt kommen. Unterdessen verzeichnete die Weller-Gruppe im Mai einen deutlichen Anstieg der Verkäufe günstiger chinesischer E-Autos: Allein BYD steigerte seinen Absatz um 235 Prozent.

Weller argumentiert, dass die Förderung vor allem bereits geplante Käufe vorzieht, statt neue Käufer zu gewinnen. Er schlägt vor, die Unterstützung auf Gebrauchtwagen auszuweiten, die Ladeinfrastruktur zu verbessern und die Strompreise zu senken. Um die Abrechnung beim Laden zu vereinfachen, plädiert er für ein Roaming-System mit einheitlichen Preisen – ähnlich wie bei Mobilfunknetzen.

Bisher profitieren vor allem ausländische Hersteller, insbesondere aus China, von der Förderung. Wellers Vorschläge zielen darauf ab, Elektroautos erschwinglicher und das Laden transparenter zu machen. Deutsche Hersteller könnten bald in den Markt für günstige E-Autos einsteigen – doch die Verzögerung hat Konkurrenten Spielraum gelassen.

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