Merz’ Abschiebungspläne entfachen Streit über Migration und Sicherheit in Ostdeutschland
Özdemir: "Stadtlandschaft"-Debatte wird in simplistischer Weise geführt - Merz’ Abschiebungspläne entfachen Streit über Migration und Sicherheit in Ostdeutschland
Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit seinen Äußerungen zum "Stadtbild" und seinen Vorschlägen zur Lösung der Probleme in Ostdeutschland eine hitzige Debatte über öffentliche Sicherheit und Migration ausgelöst. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir kontert mit Kritik an der vereinfachten Darstellung und schlägt alternative Lösungsansätze vor. Auslöser der Diskussion war Merz’ Hinweis, die Bundesregierung arbeite an der Erleichterung und Durchführung von Abschiebungen, da sich die Probleme im "Stadtbild" widerspiegelten. Innenminister Alexander Dobrindt unterstützt diese Linie und fordert strengere Grenzkontrollen, die Aussetzung des Familienneuzugs sowie beschleunigte Rückführungsverfahren, um irreguläre Migration einzudämmen. Auch Sachsens Innenminister drängt auf zügige Abschiebungen von Mehrfachtätern nach Syrien – unter Verweis auf Sicherheitsinteressen. Özdemir, der die Grünen bei der Landtagswahl 2024 in Baden-Württemberg anführen wird, sieht die Dinge anders. Er verweist darauf, dass sich Menschen mit Migrationshintergrund in Ostdeutschland unsicher fühlen könnten, weil sie nicht dem Klischee des "einheimischen" Aussehens entsprechen. Die Debatte kritisiert er als zu simplifizierend und reduktionistisch. Stattdessen plädiert er dafür, toxische Männlichkeit und Kriminalität als "Lebensstil"-Phänomene zu behandeln. Özdemir räumt ein, dass in einigen Migrantengemeinschaften veraltete, patriarchale Strukturen vorherrschen könnten, die besonders für Frauen eine Gefahr darstellen. Er fordert eine überparteiliche Zusammenarbeit, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern und zu verhindern, dass Wähler zur rechtsextremen AfD abwandern. Die anhaltende Diskussion über öffentliche Sicherheit und Migration in Deutschland zeigt, wie unterschiedlich die Einschätzungen zu Ursachen und Lösungen ausfallen. Während Kanzler Merz und Innenminister Dobrindt auf verschärfte Maßnahmen wie mehr Abschiebungen setzen, wirbt Grünen-Chef Cem Özdemir für einen differenzierteren Ansatz: Er will toxische Männlichkeit und Kriminalität als gesellschaftliche Erscheinungen angehen und setzt auf parteiübergreifende Initiativen zur Steigerung der öffentlichen Sicherheit.
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