Mainzer Hundebesitzer protestieren für mehr Freilaufflächen und Kotbeutelspender
Luisa BrandtMainzer Hundebesitzer protestieren für mehr Freilaufflächen und Kotbeutelspender
Im Juli 2025 versammelten sich Anwohner mit ihren Hunden in Mainz, um bessere Einrichtungen für Hundebesitzer zu fordern. Bei der Demonstration ging es um mehr Spender für Kotbeutel sowie ausgewiesenere Freilaufflächen in den Parks der Stadt. Ein zentraler Ort der Debatte ist der Martin-Luther-King-Park (MLK), ein beliebter Treffpunkt für Spaziergänger und ihre Haustiere.
Der MLK-Park dient als wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und dem Mainzer Stadtzentrum. Er verfügt über Bänke, einen Tischtennistisch, eine Boule-Bahn, einen Fußballplatz und einen Basketballkorb. Trotz dieser Ausstattung weisen Schilder deutlich darauf hin, dass es sich um eine "öffentliche Grünfläche" handelt, auf der Leinenpflicht herrscht.
Die Proteste machten die Spannungen zwischen Hundebesitzern und den örtlichen Vorschriften deutlich. Viele Spaziergänger nutzen den Park bereits – oft lassen sie ihre Hunde dabei ohne Leine laufen. Im Mai 2024 hatte der Stadtrat zwar Umgestaltungspläne für das Gebiet um den MLK-Park beschlossen, doch spezifische hundefreundliche Maßnahmen waren nicht vorgesehen.
Stadträtin Steinkrüger bestätigte später, dass Mainz bestehende Grünflächen nicht in Hundewiesen umwandeln werde. Doch im September 2025 wies die Stadtverwaltung die Behörden an, mögliche Grundstücke für eingezäunte Hundeauslaufflächen zu prüfen. Dieser Schritt folgte dem wachsenden Druck der Bürger, die sichere und praktikablere Orte für ihre Tiere fordern.
Die Entscheidung des Stadtrats, neue Standorte für Hundeparks zu evaluieren, ist eine Reaktion auf die öffentliche Nachfrage. Sollten geeignete Flächen gefunden werden, könnte Mainz künftig ausgewiesene Freilaufzonen und zusätzliche Kotbeutelspender einführen. Bis dahin bleibt der MLK-Park ein gemeinschaftlich genutzter Raum – mit strenger Leinenpflicht.






