iBlali und der Ausstieg aus dem Content-Hamsterrad: Warum immer mehr Creator pausieren

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Ein Schwarz-Weiß-Foto eines bärtigen Mannes in einem Blazer und einer Brille, mit dem Text "Ingenlero Kummer, der Gründer der deutschen Revolution" unten.Admin User

iBlali und der Ausstieg aus dem Content-Hamsterrad: Warum immer mehr Creator pausieren

Deutsche Content-Creator leiden zunehmend unter Erschöpfung – der Druck, ständig neuen Content zu produzieren, fordert seinen Tribut. Zu den jüngsten, die ihre Strategie anpassen, gehört Viktor "iBlali" Roth, ein langjähriger YouTuber und Twitch-Streamer. Seine Entscheidung fällt in eine Zeit, in der auch andere Creator wie Rewinside pausieren oder ihre Herangehensweise ändern, um mit den Anforderungen der Branche Schritt zu halten.

Jahre lang baute iBlali seine Karriere auf täglichen Streams und dem Jagen nach viralen YouTube-Erfolgen auf. Doch der unerbittliche Rhythmus hat ihn ausgelaugt und ihm die Freude an der Arbeit genommen. Nun plant er, seine Inhalte auf zwei Kanäle zu verteilen: "iBlali" für gelegentliche Gaming-Videos und "VIK" für ausführliche Videoessays.

Der Wandel bedeutet auch, sich vom Druck algorithmusgesteuerter Inhalte zu lösen. Stattdessen möchte er das Streamen wieder mit Spaß verbinden – selbst wenn das geringere Einnahmen zur Folge hat. Um mögliche finanzielle Einbußen auszugleichen, will er sein Einkommen durch Markenkooperationen und sein eigenes Schmuckunternehmen erweitern.

Seine Erfahrungen spiegeln die anderer Creator wider. Rewinside, ein weiterer bekannter deutscher YouTuber, kündigte kürzlich eine Pause an – nach über einem Jahrzehnt in der Branche. Gleichzeitig haben etablierte Namen wie Rezo, Julien Bam und LeFloid ihre Einnahmequellen längst diversifiziert. In den vergangenen drei Jahren stiegen ihre Erlöse aus Sponsoring-Deals – etwa mit Marken wie BMW und Red Bull – um 20 bis 50 Prozent. Nebenprojekte wie Rezos Podcast "Query" oder Bams Merchandise bringen mittlerweile Millionen ein, unterstützt durch Plattformen wie Patreon und Live-Events.

iBlalis Schritt steht für einen wachsenden Trend unter Creatorn, die ihre psychische Gesundheit über die ständige Content-Produktion stellen. Indem er finanziellen Druck reduziert und neue Formate ausprobiert, reiht er sich ein in eine Bewegung, die Karrieren langfristig nachhaltiger gestalten will. Der Wandel zeigt auch, wie essenziell diversifizierte Einnahmen – durch Sponsoring, Merchandise und Nebenprojekte – in der sich wandelnden digitalen Landschaft geworden sind.