02 April 2026, 08:10

Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Lebenswerk in Demokratie und Kultur

Schwarzes und weißes Bild einer Gruppe, die mit Fahnen und Transparenten die Straße entlangmarschiert, mit einem Lichtmast links und einem Nazi-Parteischild im Hintergrund.

Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Lebenswerk in Demokratie und Kultur

Herbert Grönemeyer erhält den Nationalpreis der Deutschen für sein Lebenswerk in Demokratie und Kultur. Die Auszeichnung würdigt seinen künstlerischen Einfluss sowie sein entschlossenes Eintreten gegen rechtsextreme Bestrebungen. Der seit 1993 von der Deutschen Nationalstiftung verliehene Preis ehrt Persönlichkeiten, die die Einheit fördern und Toleranz in der Gesellschaft stärken.

Die Entscheidung der Stiftung folgt auf jahrelanges öffentliches Engagement Grönemeyers. 2024 forderte er eine "Brandmauer gegen Rechts" und rief die Wähler dazu auf, demokratische Parteien statt der AfD zu unterstützen. Bei einem Konzert bezeichnete er rechtsextreme Gegner als "rechte Ratten" – eine klare politische Positionierung.

Seine Warnungen vor den Gefahren für die deutsche Demokratie sind unmissverständlich: Er sprach von einer "massiven Attacke auf demokratische Werte" und setzte sich für Fortschritt und Gleichberechtigung durch politische Teilhabe ein. Doch Grönemeyers Wirkung geht weit über die Politik hinaus – als prägende Figur der deutschen Popmusik hat er über Jahrzehnte das kulturelle Gesicht des Landes mitgestaltet.

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Zuletzt erhielten die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin die Auszeichnung, überreicht von Bundeskanzler Friedrich Merz. Die diesjährige Verleihung knüpft an die Tradition an, Persönlichkeiten zu ehren, die sich für den Stiftungsauftrag – Einheit und internationales Verständnis – einsetzen.

Grönemeyers Preis unterstreicht sowohl sein künstlerisches Erbe als auch sein aktives Engagement für demokratische Grundwerte. Die Auszeichnung reiht ihn ein in die Liste früherer Preisträger, die nachhaltige Spuren in der deutschen Gesellschaft hinterlassen haben. Die Feierlichkeiten werden ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Stiftung schreiben, die seit jeher Menschen würdigt, die sich für Toleranz und bürgerliche Verantwortung starkmachen.

Quelle