"Heimat" in Mainz: Wie ein Restaurantname Hass und Hoffnung auslöst
Ein Restaurant in Mainz mit dem Namen Heimat ist seit seiner Eröffnung zum Ziel anhaltender Feindseligkeiten geworden. Der Besitzer Veli Ivecen, der in der Türkei geboren wurde und kurdischer Abstammung ist, wollte mit dem Namen ein Symbol für ein einladendes Zuhause für seine Gäste schaffen. Doch stattdessen hat das Wort immer wieder Angriffe von beiden politischen Extremen ausgelöst.
Ivecen eröffnete Heimat, um eine Mischung aus deutschen, türkischen und kurdischen Gerichten anzubieten. Sein Ziel war es, einen Ort zu schaffen, an dem sich alle willkommen fühlen. Doch in den letzten Monaten hat der Name des Restaurants zu unerbittlichen verbalen Attacken und Vandalismus geführt.
Kritiker von links und rechts werfen Ivecen und seinem Team vor, umstrittene Ideen zu verbreiten. Die Fassade des Gebäudes wurde beschmiert, und die Mitarbeiter wurden sogar als Nazis beschimpft. Zeitweise erwog Ivecen, das Restaurant umzubenennen, um den Anfeindungen ein Ende zu setzen. Mittlerweile hat er sich jedoch entschieden, den Namen trotz des anhaltenden Gegenwinds beizubehalten.
Während er offen für Feedback zur Küche ist, empfindet Ivecen die persönlichen Angriffe als ungerechtfertigt. Er betont, dass Heimat nie eine politische Botschaft transportieren sollte – es ging ihm einzig um Wärme und Gastfreundschaft.
Die Kontroverse hat Ivecen nicht davon abgehalten, am ursprünglichen Namen des Restaurants festzuhalten. Er führt Heimat weiterhin als einen Ort für gemeinsame Mahlzeiten und kulturellen Austausch. Die Angriffe halten zwar an, doch das Team bleibt seinem Ziel der Offenheit und des Zusammenhalts treu.






