Großflächiger Stromausfall in Berlin: Zehntausende ohne Elektrizität nach Angriff auf Netz
Ella HofmannGroßflächiger Stromausfall in Berlin: Zehntausende ohne Elektrizität nach Angriff auf Netz
Zehntausende Haushalte und Betriebe in Südwest-Berlin ohne Strom nach Angriff auf das Stromnetz
Nach einem Angriff auf das Berliner Stromnetz sind weiterhin zehntausende Haushalte und Unternehmen im Südwesten der Stadt ohne Elektrizität. Betroffen sind die Bezirke Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde – die Stromversorgung könnte erst bis Donnerstag wiederhergestellt sein. Die Behörden arbeiten derzeit daran, dass essenzielle Dienstleistungen, darunter Apotheken, trotz der Störungen aufrechterhalten werden.
Der großflächige Stromausfall begann in den frühen Morgenstunden des Samstags, nachdem eine wichtige Kabelbrücke über den Teltowkanal am Kraftwerk Lichterfelde zerstört worden war. Die Beschädigung führte zu einem weitreichenden Blackout, woraufhin die Bundeswehr Unterstützung leistete. Soldaten helfen nun bei Logistik, Transport und betreiben Notstromaggregate in den am stärksten betroffenen Gebieten.
Apotheken stehen vor besonderen Herausforderungen Nach dem deutschen Apothekengesetz müssen Apotheken auch während Stromausfällen die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten sicherstellen. Die Apothekerkammer Berlin hat die Apothekenleiter daran erinnert, dass sie für die Vorbereitung auf solche Notfälle verantwortlich sind. Falls ein Stromausfall den Betrieb – insbesondere die Notfalldienste – stark einschränkt, müssen sie das Landesamt für Gesundheit und Soziales informieren.
Allerdings gibt es keine gesetzliche Pflicht, Notstromsysteme zu installieren. Viele Apotheken sind daher bei längerfristigen Ausfällen finanziellen Risiken ausgesetzt. Dennoch müssen alle betroffenen Apotheken die Notversorgung aufrechterhalten und für Patienten erreichbar bleiben.
Der Angriff hat die zentrale Rolle der Apotheken für die öffentliche Gesundheit unterstrichen. Ihre Fähigkeit, auch unter solchen Bedingungen zu funktionieren, stellt sicher, dass die Bevölkerung weiterhin Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten hat.
Notfallpläne und militärische Unterstützung im Einsatz Während auf die Wiederherstellung der Stromversorgung gewartet wird, sind die Apotheken auf Notfallpläne angewiesen. Mit der Unterstützung der Bundeswehr konzentrieren sich die Bemühungen darauf, die wichtigsten Dienstleistungen am Laufen zu halten. Gleichzeitig wirft der Vorfall Fragen auf, ob künftig strengere Vorgaben für Backup-Systeme in Notfällen notwendig sind.






