03 April 2026, 22:08

Geisterrad in Zwintschöna mahnt nach tödlichem Radunfall auf der L167

Eine Gruppe von Radfahrern fährt eine Straße entlang, mit Zuschauern am Straßenrand, einige tragen Helme und halten Fahnen, mit Bäumen, Gebäuden, Schildern, Verkehrszeichen und einem Banner im Hintergrund.

Geisterrad in Zwintschöna mahnt nach tödlichem Radunfall auf der L167

In Zwintschöna ist ein Geisterrad aufgestellt worden, um an einen 64-jährigen Radfahrer zu erinnern, der bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ums Leben kam. Das weiße Fahrrad steht am Friedrichsbad und markiert die Stelle, an der sich der tödliche Unfall auf der Landesstraße 167 ereignete. Aktivisten fordern nun dringend Verbesserungen, um die Sicherheit von Radfahrern in der Region zu erhöhen.

Der Unfall geschah am 20. Juni 2025, als der Radfahrer auf der vielbefahrenen Landesstraße von einem Fahrzeug erfasst wurde. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), eine Interessenvertretung für Radfahrer, installierte das Geisterrad als stumme Mahnung an die Tragödie und als Appell für sicherere Verkehrsbedingungen. Solche Gedenkstätten sind Teil einer weltweiten Bewegung, die auf die Gefahren aufmerksam macht, denen Radfahrer auf gemeinsam genutzten Straßen ausgesetzt sind.

Der ADFC kritisiert das derzeitige Tempolimit von 100 km/h auf der Landesstraße 167, insbesondere in der Nähe des beliebten Badewegs am Friedrichsbad. Die Organisation argumentiert, dass hohe Geschwindigkeiten die Strecke für Radfahrer und Fußgänger unsicher machen. Die Gruppe setzt sich für eine sofortige Reduzierung auf 70 km/h an der Kreuzung Reideburger Straße / Am Friedrichsbad ein.

Doch es geht nicht nur um Geschwindigkeitsbegrenzungen: Der ADFC fordert zudem einen durchgehenden, separaten Radweg entlang der gesamten Landesstraße 167. Die Organisation wirft dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Sachsen-Anhalt (LSBB) vor, auf Landesstraßen keine sichere Radinfrastruktur bereitzustellen. Dieses Versäumnis, so die Aktivisten, habe zu vermeidbaren Todesfällen beigetragen.

Die Kampagne steht im Einklang mit dem übergeordneten Ziel des ADFC, der Vision Zero – einem Verkehrssystem, das Todesfälle und schwere Verletzungen vollständig verhindern soll. Die Organisation drängt die Landesregierung, die Sicherheit von Radfahrern zur Priorität zu erklären, insbesondere auf ländlichen Strecken, wo die Risiken höher sind.

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Das Geisterrad in Zwintschöna ist ein sichtbarer Appell für Veränderung nach dem Verlust eines weiteren Radfahrers. Sollten die Forderungen des ADFC umgesetzt werden, könnte die Landesstraße 167 künftig niedrigere Tempolimits und eine neue Radspur erhalten, um Radfahrer vom schnellen Verkehr zu trennen. Die Entscheidung darüber wird zeigen, ob ähnliche Tragödien in Zukunft verhindert werden können.

Quelle