Franziska Erdle übernimmt Führung der Bundesapothekerkammer mit klarem Reformkurs
Luisa BrandtFranziska Erdle übernimmt Führung der Bundesapothekerkammer mit klarem Reformkurs
Franziska Erdle hat die Geschäftsführung der Bundesapothekerkammer (ABDA) übernommen. Mit klarem Kurs beginnt sie ihre Amtszeit: Die Organisation soll strategischer und professioneller aufgestellt werden. Ihr erster Fokus liegt darauf, Apotheken zu stärken und dringend notwendige Reformen im Sektor voranzutreiben.
Offiziell trat Erdle das Amt am 1. Januar 2026 an. Seitdem baut sie auf den strukturellen Veränderungen auf, die 2021 eingeleitet wurden – darunter modernisierte digitale Systeme, schlankere Verwaltungsprozesse und engere regionale Netzwerke. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Abläufe effizienter zu gestalten und die Dienstleistungen für die Mitglieder bedarfsgerechter auszurichten.
Unter ihrer Führung hat die ABDA ihr politisches Engagement deutlich ausgeweitet. Proteste, Medienkampagnen und direkte Verhandlungen sind zu zentralen Instrumenten geworden. Ein wichtiger Erfolg war die Verankerung der Verhandlungen über die 9,50-Euro-Gebühr: Statt unregelmäßiger Gespräche gibt es nun jährliche Verhandlungen. Erdle setzt zudem auf engere Zusammenarbeit mit Apothekern, Fachleuten und den Landesverbänden, um den Einfluss der Kammer zu stärken.
Ihr erstes großes Ziel ist die Apothekenreform. Erdle betont immer wieder die Notwendigkeit von Solidarität unter Apothekern und ihren Teams. Gemeinsam mit Basismitgliedern und Experten im Haus der Apotheker will sie die Organisation zukunftsfähiger und handlungsstärker aufstellen.
Die ABDA agiert heute mit modernisierten Strukturen und einer klareren politischen Ausrichtung. Erdles Führung zielt darauf ab, Apotheken zu stabilisieren, Prozesse zu optimieren und bessere Rahmenbedingungen für die Mitglieder zu schaffen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich diese Weichenstellungen in konkrete Erfolge für den Sektor übersetzen.






