Franziska Erdle übernimmt ABDA-Führung und stellt Apothekenreform infrage
Miriam WolfFranziska Erdle übernimmt ABDA-Führung und stellt Apothekenreform infrage
Franziska Erdle hat die Führung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) als neue Vorstandsvorsitzende übernommen. Mit einem klaren Programm tritt sie an: die Apothekenreform infrage zu stellen und die Position der Vor-Ort-Apotheken zu stärken. Ihre Amtsführung markiert einen Kurswechsel gegenüber ihrem Vorgänger – mit stärkerem Fokus auf direkte politische Einflussnahme.
Erdle bringt Erfahrung aus ihrer bisherigen Tätigkeit als Hauptgeschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes der deutschen Metallindustrie (WVM) mit. Bei der ABDA setzt sie nun auf intensiven Austausch mit Abgeordneten des Bundestags als oberste Priorität. Die geplante Apothekenreform berge ihrer Ansicht nach Risiken für die Existenz lokaler Apotheken und die Patientenversorgung.
Im Deutschen Apothekerhaus steht ein tiefgreifender Umbruch bevor: Bis Mitte des Jahres sollen die bisherigen Abteilungen durch 14 spezialisierte Fachbereiche ersetzt werden. Zudem will Erdle die interne Kommunikation verbessern und KI-Werkzeuge einführen, um die Arbeitsabläufe zu modernisieren.
Als stellvertretende Vorstandsvorsitzende wird Claudia Korf Erdle unterstützen. Anders als ihr Vorgänger setzt Erdle nicht auf ehrenamtliches Engagement, sondern auf professionelle politische Interessenvertretung. Sie hat angekündigt, sich für Stabilisierungsmaßnahmen für Apotheken und zentrale Nachbesserungen der Reform einzusetzen.
Die Neuordnung der ABDA-Strukturen soll bis Mitte 2025 abgeschlossen sein. Erdles Führung wird geprägt sein von direkter politischer Einflussnahme und Modernisierungsinitiativen. Ihr Ziel bleibt unverändert: den Erhalt der Vor-Ort-Apotheken zu sichern und die Patientenversorgung zu verbessern.






