FDP setzt auf CDU-Koalition und lehnt Zusammenarbeit mit den **Grünen** strikt ab

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Autos auf einer Straße mit vier Menschen in der Nähe, Gebäude mit Fenstern im Hintergrund, Bäume und Warndreiecke.Admin User

Rülke schließt Regierung mit Grünen und SPD aus - FDP setzt auf CDU-Koalition und lehnt Zusammenarbeit mit den **Grünen** strikt ab

Die baden-württembergischen Freien Demokraten (FDP) streben nach der nächsten Landtagswahl eine Koalition mit der CDU an. Unter dem Vorsitz von Dr. Hans-Ulrich Rülke, der die Partei auch als Spitzenkandidat für 2026 führt, hat der Parteivorstand einen Beschlussentwurf vorgelegt, der eine klar rechtsliberale Ausrichtung vorantreiben soll. Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die FDP Gefahr läuft, an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern und damit aus dem Landtag auszuschieden.

Rülke bezeichnete die anstehende Wahl als die "Mutter aller Wahlen" für die FDP.

Am 5. Januar wird die Landesführung der FDP ihre Resolution den Delegierten vorlegen. Das Papier lehnt jede Zusammenarbeit mit den Grünen oder der SPD ab und schließt damit eine Ampelkoalition aus. Stattdessen pocht die Partei darauf, ausschließlich mit der CDU zu regieren – vorausgesetzt, sie erreicht das nötige Wahlergebnis.

Damit vollzieht die FDP eine Kehrtwende im Vergleich zu 2023, als sie die Grünen noch aufforderte, ihre Koalition mit der CDU aufzugeben und stattdessen eine Ampelregierung zu bilden. Dieser Vorstoß scheiterte, nachdem sich die Grünen für den Verbleib mit der CDU entschieden hatten – eine Weichenstellung, die bereits 2021 erfolgte, als eine mögliche Ampelkoalition ebenfalls verworfen worden war. Die FDP übt scharfe Kritik an der grün geführten Landesregierung unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Sie wirft ihr vor allem sinkende Bildungsstandards und überbordende Bürokratie als zentrale Versäumnisse vor. Zudem wirft die Partei der Landesregierung vor, früher ein "schädliches Verbrenner-Verbot" unterstützt zu haben – eine Maßnahme, die inzwischen fallen gelassen wurde. Aktuelle Umfragen sehen die FDP genau bei fünf Prozent, der Mindestmarke für den Einzug in den Landtag. Ein Abfallen unter diese Hürde würde die Partei ohne Vertretung in Stuttgart zurücklassen.

Die Strategie der FDP zielt nun auf ein starkes Abschneiden 2026 ab, um eine Partnerschaft mit der CDU zu erreichen. Mit ihrer Resolution setzt die Partei ein deutliches Zeichen gegen frühere Annäherungsversuche an die Grünen. Ob es der FDP gelingt, ihre parlamentarische Präsenz zu halten und die nächste Regierung mitzugestalten, wird vom Wahlergebnis abhängen.