FDP kämpft um Comeback: Warum die liberale Partei vor dem Aus steht

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Menschen mit Plakaten auf einer Straße protestierend, mit Gebäuden, Bäumen, Laternen und Himmel im Hintergrund.Admin User

FDP kämpft um Comeback: Warum die liberale Partei vor dem Aus steht

Die Freie Demokratische Partei (FDP) steht vor einem schwierigen Start ins Jahr 2026. Nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag und der Bundesregierung im vergangenen Frühjahr ringt die politische Partei um einen Neuanfang. Die erste große Bewährungsprobe steht bereits in diesem Monat an: die Landtagswahl in Baden-Württemberg. Doch die Umfragen geben wenig Anlass zur Hoffnung.

Der Niedergang der FDP folgt auf eine kurze Renaissance im Jahr 2017, als es der liberalen Partei gelang, in Landeswahlen wieder Fuß zu fassen. Aktuelle Rückschläge haben sie jedoch um Orientierung gebracht. In Rheinland-Pfalz, wo die FDP 2021 noch 5,5 Prozent der Stimmen holte, liegt sie vor der Wahl am 22. März laut Umfragen nur noch bei mageren 3 Prozent. Die Kandidatenliste ist zwar bereits eingereicht, doch die Aussichten bleiben düster.

Der neue Parteivorsitzende Christian Dürr tut sich schwer, eine klare liberale Vision zu vermitteln. Beim Dreikönigstreffen der FDP schlug er einen radikalen Plan vor: Sämtliche Gesetze seit dem Jahr 2000 zu streichen, um zu prüfen, was wirklich notwendig sei. Die Idee stieß auf geteilte Reaktionen – einige Mitglieder forderten sogar noch schärfere Positionen. Eine kleine Gruppe der Jungen Liberalen, die sich "Kapitalistische Liberale" nennt, ging noch weiter und plädierte für eine Rückkehr zum Sozialstaat "vor Bismarck". Unterdessen hat das Image der Partei gelitten. Ein jüngster Auftritt der Spitzenpolitiker Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Wolfgang Kubicki, inszeniert im Stil der Muppet Show, vermochte kaum Vertrauen zu wecken. In Baden-Württemberg droht der alternde Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke von der dominierenden CDU und den Grünen überstrahlt zu werden. Selbst stehende Ovationen für den argentinischen Beamten Alejandro Cacace beim Dreikönigstreffen konnten die Stimmung nicht aufhellen.

Die FDP geht mit wackligen Beinen ins Jahr 2026. Mit bevorstehenden Landtagswahlen und stagnierenden Umfragewerten muss sich die politische Partei entweder neu erfinden oder riskiert, weiter an den Rand gedrängt zu werden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob ihre liberale Botschaft bei den Wählern noch Anklang findet.