FDA rügt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung mit falschen Versprechen
Miriam WolfFDA rügt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung mit falschen Versprechen
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat Novo Nordisk wegen einer irreführenden Werbung für Ozempic eine Rüge erteilt. Die Behörde wirft dem Unternehmen vor, in dem Spot falsche Angaben über die Vorteile des Medikaments gemacht und gleichzeitig schwerwiegende Risiken verharmlost zu haben. Es ist bereits die zweite Abmahnung für das Pharmaunternehmen innerhalb eines Monats.
Kritik übt die FDA an dem unter dem Titel "Es gibt nur ein Ozempic" ausgestrahlten Werbespot, der in den letzten Monaten zu sehen war. Die Aufsichtsbehörde argumentiert, die Anzeige suggeriere durch täuschende visuelle Vergleiche, das Präparat sei seinen Konkurrenten überlegen. Zudem werde der Wirkstoff Semaglutid in seiner Wirkung vereinfacht dargestellt – etwa mit der unbelegten Behauptung, er komme allen Patienten mit Typ-2-Diabetes zugute.
Die FDA moniert darüber hinaus, dass die obligatorischen Sicherheitshinweise im Spot zu spät eingeblendet würden, um die Zuschauer angemessen über mögliche Risiken zu informieren. Die Maßnahme ist Teil einer verschärften Kontrolle von irreführender Arzneimittelwerbung, die auf eine Anordnung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump zurückgeht. Dieser hatte strengere Aufsicht gefordert.
Novo Nordisk hat nun 15 Werktage Zeit, um auf die Vorwürfe der FDA zu reagieren. Die aktuelle Rüge folgt nur kurz auf eine ähnliche Abmahnung wegen einer Werbekampagne für das Abnehmpräparat Wegovy desselben Herstellers.
Allein im vergangenen Jahr hat die FDA sieben Pharmakonzerne – darunter Pfizer, Novartis und Eli Lilly – wegen Verstößen in der Werbung abgemahnt. In den meisten Fällen ging es um unbelegte Wirksamkeitsversprechen in Werbematerialien.
Die jüngste Warnung der FDA unterstreicht die anhaltenden Bedenken gegenüber täuschender Arzneimittelwerbung. Novo Nordisk muss die aufgeworfenen Probleme nun klären – andernfalls drohen weitere Konsequenzen. Die verschärften Kontrollen sind Teil einer breiter angelegten Initiative, um sicherzustellen, dass die Vermarktung von Medikamenten korrekt und transparent erfolgt.






