Emmendingens erstes Frauenhaus bietet Schutz vor häuslicher Gewalt in ländlichen Regionen

Admin User
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Frauen und Kinder im Vordergrund mit Kissen, hölzernen Gegenständen, trockenem Gras, hölzernem Zaun, Decken, einer Tasche, einem Babystuhl und zusammenklappbaren Stühlen; im Hintergrund Pflanzen, Bäume, Gebäude, eine unterkunftsähnliche Struktur, ein Weg und Menschen.

Emmendingens erstes Frauenhaus bietet Schutz vor häuslicher Gewalt in ländlichen Regionen

Emmendingen eröffnet erstes Frauen- und Kinderhaus für Betroffene häuslicher Gewalt

In Emmendingen entsteht das erste Frauen- und Kinderhaus des Bundeslands, das Überlebenden häuslicher Gewalt Schutz und Unterstützung bieten soll. Das vom Caritasverband für den Landkreis Emmendingen getragene Projekt erhält erhebliche Fördermittel des Landes. Behörden würdigen die Initiative als wichtigen Schritt, um Versorgungslücken in ländlichen Regionen zu schließen.

Die Einrichtung wird 22 Plätze für elf Frauen und ihre Kinder bereitstellen und sowohl sicheren Unterschlupf als auch psychosoziale Betreuung anbieten. Die Gesamtkosten von zwei Millionen Euro werden zu 75 Prozent vom Land getragen, während der Caritasverband die verbleibenden 25 Prozent übernimmt.

Das Land Baden-Württemberg stellt 2025 insgesamt 8,5 Millionen Euro für den Ausbau von Schutzunterkünften bereit – das Emmendinger Projekt ist bereits das vierte große Vorhaben in diesem Förderrahmen. Die Maßnahme steht im Einklang mit dem Gewaltschutzgesetz sowie dem Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention 2.0, die eine Ausweitung der Kapazitäten für Opfer geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt vorschreiben.

Landrat Hanno Hurth begrüßte die finanzielle Unterstützung durch das Land. Staatssekretärin Dr. Ute Leidig betonte zudem das Engagement der Landesregierung für den Opferschutz und bezeichnete den Bau der Einrichtung als "entscheidenden Fortschritt".

Der Caritasverband übernimmt die Trägerschaft des Frauenhauses, einschließlich Management, Qualitätssicherung und Finanzierung. Federführend für das Projekt ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, das über seine Pressestelle oder die Bürgerdienste kontaktiert werden kann.

Die neue Einrichtung stärkt die Unterstützung für Betroffene in ländlichen Gebieten und schließt eine wichtige Lücke im Hilfenetz Baden-Württembergs. Dank Landesförderung und lokaler Koordination soll das Frauenhaus zuverlässigen Schutz und Betreuung für Frauen und Kinder bieten, die vor häuslicher Gewalt fliehen.

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