DRK fordert Milliardenhilfe: Zivilschutz in Deutschland steht vor dem Kollaps

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Ein Mann auf einer Trage unter einem Zelt mit vier stehenden Männern in der Nähe und einer Erste-Hilfe-Box in der rechten unteren Ecke.Admin User

Großes Engagement erforderlich: DRK fordert mehr Schutz vor Katastrophen - DRK fordert Milliardenhilfe: Zivilschutz in Deutschland steht vor dem Kollaps

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Mittel für den Zivilschutz deutlich aufzustocken. In einem aktuellen Appell betonte die Organisation den dringenden Bedarf von 2,1 Milliarden Euro als Soforthilfe sowie zusätzliche jährliche Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro, um ihre Leistungen zu erhalten und auszubauen. DRK-Präsident Hermann Gröhe machte deutlich, dass unverzügliches Handeln notwendig sei, um die Notfallkapazitäten des Landes zu stärken.

Der Vorstoß für höhere Investitionen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU/CSU und SPD) geführte Koalitionsregierung den Haushalt für 2026 vorbereitet. Finanzminister Lars Klingbeil wird nach der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 die Haushaltsplanung verantworten. Gröhe forderte die Regierung auf, den Zivilschutz als Priorität zu behandeln, und bezeichnete die aktuelle Lage als kritisch.

Derzeit basieren 90 Prozent der Zivilschutzarbeit in Deutschland auf ehrenamtlichem Engagement. Das DRK schlägt konkrete Maßnahmen vor, um die Vorbereitung auf Notfälle zu verbessern – darunter die Verankerung von Erste-Hilfe-Kursen als festen Bestandteil der schulischen Lehrpläne. Gröhe regte einen jährlichen Projekttag zu Notfallkompetenzen an. Auch Feuerwehren unterstützen ähnliche Initiativen und empfehlen, Zivilschutzthemen in den Unterricht der neunten und elften Klassen zu integrieren. Mit der geforderten Finanzspritze sollen Lücken in Infrastruktur, Ausbildung und Ausstattung geschlossen werden. Ohne zusätzliche Mittel warnt das DRK vor Einschränkungen bei der effektiven Bewältigung von Katastrophen.

Die Bundesregierung steht nun unter Druck, im kommenden Haushalt mehr Gelder bereitzustellen. Wird der Antrag bewilligt, könnten die vorgeschlagenen 2,1 Milliarden Euro Soforthilfe sowie die jährliche Milliarde Euro dazu beitragen, den Zivilschutz nachhaltig zu sichern und auszubauen. Zudem könnten Schulen in naher Zukunft neue Programme für Erste-Hilfe- und Notfalltrainings einführen.