Dorothee Bär erhält Karnevalsorden für Humor in der Politik

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Ein Plakat mit drei Männern in Anzügen und Krawatten mit verschiedenen Gesichtsausdrücken, umgeben von Büchern und Gegenständen, mit der Inschrift 'Humoristen' in Großbuchstaben.Admin User

Dorothee Bär erhält Karnevalsorden für Humor in der Politik

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär ist bei der diesjährigen rheinischen Karnevalssitzung in Aachen mit dem Orden wider den tierischen Ernst ausgezeichnet worden. Die seit 1950 verliehene Ehrung würdigt Politikerinnen und Politiker, die in ihrem öffentlichen Wirken Humor und Menschlichkeit verbinden. In der Rolle einer Astronautin hielt Bär ihre Dankesrede durchgehend in Reimform.

Zu den prominenten Gästen der Gala zählten Vizekanzler Lars Klingbeil und die ehemalige Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang. Die Aufführungen der Aachener Karnevalsgrößen und der Kölner Band Kasalla rundeten den Abend ab. Höhepunkte der Veranstaltung werden am Rosenmontag in der ARD und auf der Website des AKV zu sehen sein.

Der Orden wider den tierischen Ernst blickt auf eine lange Tradition zurück, parteiübergreifend Politikerpersönlichkeiten zu ehren. Zu den früheren Preisträgern gehören Konrad Adenauer (CDU, 1959), Helmut Schmidt (SPD, 1972) und Annalena Baerbock (Grüne, 2023). Die Auszeichnung folgt keinen politischen Trends, sondern zelebriert Persönlichkeiten, die mit Leichtigkeit die öffentliche Debatte bereichern.

Bärs Rede stach durch ihren spielerischen Ton hervor. Sie scherzte, die Dunkelheit des Weltraums erinnere sie an einen CSU-Parteitag. Gar vorgeschlagen habe sie, ihren Parteichef Markus Söder mit einer Mondrakete ins All zu schicken.

Auch andere Politiker ließen sich vom heiteren Geist des Abends anstecken. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann machte selbstironische Witze über die inneren Kämpfe seiner Partei. Ricarda Lang, als Außerirdische verkleidet, rief unterdessen zu mehr Einheit unter den Demokraten auf.

Durch den Abend führten Komiker Guido Cantz und AKV-Präsident André Freese. Ihr moderierendes Duell war gespickt mit pointierten, aber stets gutmütigen politischen Seitenhieben, die das Publikum unterhielten.

Die Bühnenshows trugen zur festlichen Stimmung bei: Die Kölner Band Kasalla und die Aachener Karnevalselite sorgten für einen Abend, der so lebendig wie humorvoll war. Eine erweiterte Fassung der Veranstaltung wird am Rosenmontag auf der AKV-Website abrufbar sein.

Vizekanzler Lars Klingbeil lobte Bär als "einzigartige Stimme in der CSU" und forderte scherzhaft "mehr Bär" in der Politik. Die Auszeichnung unterstreicht erneut die Tradition, Politiker zu würdigen, die Ernst und Heiterkeit verbinden. Die diesjährige Gala zeigte einmal mehr, wie der Karneval Brücken zwischen den politischen Lagern schlägt.