16 April 2026, 12:09

Deutschland unterstützt Syriens Wiederaufbau mit 119 Millionen Euro

Ein zerstörtes Gebäude in Aleppo, Syrien, mit Schutt und Trümmern auf der Straße und einem Himmel im Hintergrund.

Deutschland unterstützt Syriens Wiederaufbau mit 119 Millionen Euro

Deutschland hat einen bedeutenden Schritt zur Unterstützung des Wiederaufbaus Syriens unternommen, indem es Rekonstruktionshilfen in Höhe von 119 Millionen Euro bewilligt hat. Die Mittel werden von der staatseigenen KfW-Bank im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verwaltet und markieren eine erneuerte wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Wirtschaftsführer und Regierungsvertreter betonen die sich bietenden Chancen, während Syrien nach Jahren des Konflikts am Wiederaufbau arbeitet.

Die finanzielle Zusage Deutschlands erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Syrien seine wirtschaftlichen Reformen vorantreibt. Kürzlich führte die Regierung neue Banknoten ein und strich zwei Nullen von der Währungsbezeichnung. Präsident Ahmed al-Sharaa prognostizierte zudem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes für dieses Jahr auf zwischen 60 und 65 Milliarden US-Dollar.

Deutsche Unternehmen engagieren sich bereits im Wiederaufbau Syriens: Der bayerische Hersteller Knauf unterzeichnete eine Absichtserklärung zum Bau eines Gipswerks im Land. Gleichzeitig prüft Siemens Energy Pläne zur Modernisierung der syrischen Strominfrastruktur. Diese Entwicklungen folgen auf Äußerungen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die bei einem Treffen mit al-Sharaa ihre Zuversicht in Bezug auf einen "blühenden Handel" zum Ausdruck brachte.

Der Umfang des Wiederaufbaus in Syrien ist enorm. Die Weltbank schätzt die Gesamtkosten auf rund 216 Milliarden US-Dollar. Trotz der Herausforderungen verzeichnet das Land Fortschritte: Im Bertelsmann Transformationsindex erzielte Syrien unter 137 Nationen die größte Verbesserung in der Kategorie "politische Transformation". Helene Rang vom Nah- und Mittelost-Verein (NUMOV) unterstrich zudem das "enorme Potenzial" der syrischen Erholung und verwies auf die langjährigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern.

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Die Bewilligung der 119 Millionen Euro ist ein klares Zeichen für Deutschlands Engagement im syrischen Wiederaufbau nach dem Konflikt. Da Großunternehmen wie Knauf und Siemens Energy bereits Projekte prüfen, scheint die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter auszubauen. Die Finanzhilfen und unternehmerischen Aktivitäten fallen in eine Phase, in der Syrien Reformen umsetzt und den Wiederaufbau seiner Infrastruktur nach Jahren der Zerstörung vorantreibt.

Quelle