Daimler verlängert Beschäftigungsgarantie bis 2029 und plant Umstrukturierung
Luisa BrandtDaimler verlängert Beschäftigungsgarantie bis 2029 und plant Umstrukturierung
Daimler hat sich mit den Arbeitnehmervertretern auf eine Verlängerung der Beschäftigungsgarantien bis Ende 2029 geeinigt. Das Unternehmen kündigte zudem mögliche Pläne an, seine Sparten in rechtlich eigenständige Einheiten umzustrukturieren.
Im Rahmen der neuen Vereinbarung sind betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 2029 ausgeschlossen. Dies ist Teil der umfassenderen Initiative „Zukunftssicherung 2030“ von Daimler, die auch eine Zuführung von drei Milliarden Euro in den Pensionsfonds vorsieht.
Die geplante Umstrukturierung würde dazu führen, dass Mercedes-Benz Pkw & Transporter sowie Daimler Lkw & Busse zu eigenständigen Rechtseinheiten werden – ähnlich wie die Daimler Financial Services. Alle drei Sparten hätten weiterhin ihren Sitz in Deutschland. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch sowohl vom Vorstand als auch vom Aufsichtsrat noch aus.
Der Vorstand hat grünes Licht für die Weiterverfolgung des Projekts gegeben, vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats. Vorbereitende Maßnahmen sollen in Kürze beginnen, wobei ein Budget im dreistelligen Millionenbereich veranschlagt wird. Sollte der Plan genehmigt werden, wäre zusätzlich die Zustimmung der Aktionäre erforderlich – möglicherweise bereits auf der Hauptversammlung 2019.
Unternehmenschef Dieter Zetsche betonte, dass sich Daimler anpassen müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Unternehmen versicherte, dass im Rahmen dieses Prozesses keine Ausgliederungen, Kostensenkungen oder Personalabbau geplant seien.
Die Vereinbarung sichert Arbeitsplätze bis 2029 und ebnet den Weg für eine mögliche rechtliche Trennung wichtiger Unternehmensbereiche. Sollte der Aufsichtsrat dem Vorhaben zustimmen, wäre der nächste Schritt die Zustimmung der Aktionäre.






