08 April 2026, 00:13

BVVA fordert Reformen bei Nullzuschlags-Rückforderungen für Apotheken

Plakat mit Text, der besagt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, begleitet von Flaschen und einer Spritze.

BVVA fordert Reformen bei Nullzuschlags-Rückforderungen für Apotheken

Der Bundesverband der Versorgungsapotheker (BVVA) fordert umfassende Reformen des Systems der Nullzuschlags-Rückforderungen in deutschen Apotheken. Nach Angaben des Verbands schützen die aktuellen Regelungen die Apotheken nicht ausreichend vor übermäßigen finanziellen Strafen und bürokratischem Aufwand. Die BVVA kritisiert, dass die Forderungen der Krankenkassen nach solchen Rückforderungen unter den bestehenden Vorschriften unkontrollierbar gewachsen seien.

Die Organisation besteht darauf, dass die Praxis der Nullzuschlags-Rückforderungen grundlegend neu gestaltet werden muss. Derzeit sehen sich Apotheken häufig mit langwierigen Widerspruchsverfahren und Rechtsstreitigkeiten wegen strittiger Forderungen konfrontiert. Die Krankenkassen begründen die Auflagen mit verschiedenen Argumenten, wobei viele Fälle weder durch gesetzliche noch vertragliche Regelungen eindeutig geklärt sind.

Der Verband schlägt vor, dass die Krankenkassen die Patientenzuzahlungen direkt einziehen sollten, anstatt die Apotheken als Zwischeninstanz zu belasten. Dies würde nach Ansicht der BVVA den Verwaltungsaufwand für die Apotheken verringern und unberechtigte finanzielle Verluste verhindern.

Darüber hinaus lehnt die BVVA es ab, Apotheken für geringfügige Rezeptfehler mit der vollständigen Streichung der Vergütung zu bestrafen. Zudem setzt sich der Verband für eine bessere Koordinierung der Versorgung von Patienten ein, die häusliche Pflege, ambulante Pflegeleistungen oder spezialisierte palliativmedizinische Unterstützung erhalten.

Um mehr junge Apotheker für öffentliche Apotheken zu gewinnen, regt die BVVA die Einführung eines Modells der "Apotheken-GmbH" an. Im Gegensatz zur herkömmlichen Struktur als Offene Handelsgesellschaft (OHG) würde dieses Modell es teilzeitbeschäftigten Apothekern ermöglichen, flexibler Führungsaufgaben zu übernehmen.

Die Vorschläge der BVVA zielen darauf ab, die tägliche Belastung durch Nullzuschlags-Rückforderungen für Apotheken zu verringern und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für Apotheker zu verbessern. Würden die Reformen umgesetzt, würde die Einziehung der Zuzahlungen auf die Krankenkassen übergehen, und es stünde ein flexibleres Betriebsmodell für Apothekeninhaber zur Verfügung. Zudem könnten finanzielle Sanktionen bei geringfügigen Verwaltungsfehlern begrenzt werden.

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