06 May 2026, 16:08

Braunschweig plant radikalen Wandel für den Großer Hof mit neuem Stadtviertel

Detailierte alte Stadtkarte mit nummerierten Gebäuden, Straßen und Text, die eine geplante Entwicklungsstelle am Boden anzeigt.

Braunschweig plant radikalen Wandel für den Großer Hof mit neuem Stadtviertel

Braunschweig bereitet die Umwandlung des Großer-Hof-Geländes in ein lebendiges Stadtviertel vor. Der Stadtrat stimmt am kommenden Dienstag darüber ab, das Areal offiziell zum Sanierungsgebiet zu erklären. Die Planer wollen Parkplätze und Brachflächen durch Wohnraum, kreative Arbeitsstätten und Grünflächen ersetzen.

Derzeit prägt Vernachlässigung das Bild des Großer Hof: Zwei geschlossene Schulen und ausgedehnte Parkplätze dominieren das Viertel. Stadtvertreter sprechen von „klaren städtebaulichen Defiziten“ – eine Chance für einen Neuanfang. Die Lage am Rande der Innenstadt erhöht den Handlungsdruck, da die Bedingungen zügiges Eingreifen erfordern.

Das Sanierungskonzept sieht eine Mischung aus Wohnhäusern, einem Quartiersgarage sowie Räumen für die Städtische Galerie, Ateliers und kreative Unternehmen vor. Ein autoreduziertes Verkehrskonzept soll den Verkehr minimieren, während neue Grünflächen und soziale Infrastruktur – etwa eine Kita und ein Familienbegegnungszentrum – die Lebensqualität steigern. Die Entwürfe orientieren sich teilweise an einem Wettbewerbsbeitrag eines Hamburger Architekturbüros aus dem Jahr 2024.

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Die Finanzierung kommt aus mehreren Quellen: Die Stadt stellt 7,9 Millionen Euro bereit und beantragt zusätzliche Mittel über das Bundes- und Landesprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Die Gesamtkosten werden auf 60 Millionen Euro geschätzt, der Rest soll durch Städtebaufördergelder gedeckt werden.

Bei einer Zustimmung würde das Projekt einen radikalen Wandel für den Großer Hof einläuten. Innerhalb weniger Jahre könnten neue Wohnungen, Kulturflächen und grünere Umgebungen entstehen. Durch städtische Investitionen und externe Fördergelder soll aus dem vernachlässigten Viertel ein lebendiger Stadtteil werden.

Quelle