Brantner wirbt um enttäuschte FDP-Wähler für liberale Demokratie
Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat ehemalige Wähler der FDP aufgefordert, sich hinter die liberale Demokratie zu stellen. Ihr Appell erfolgt nach den schweren Verlusten der Freien Demokraten bei den jüngsten Landtagswahlen. Brantner betont, dass liberale Werte in der deutschen Politik nun vor einer harten Bewährungsprobe stünden.
Bei den Wahlen 2026 verlor die FDP in zwei Landesparlamenten insgesamt 11 Sitze. In Baden-Württemberg schrumpfte die Fraktion von neun auf vier Abgeordnete, in Rheinland-Pfalz fiel die Vertretung von acht auf nur noch zwei Sitze.
Durch die Ergebnisse sind in beiden Landtagen nun nur noch vier Parteien vertreten: CDU, Grüne, SPD und AfD. Der Niedergang der FDP wirft Fragen nach der Stärke liberaler Stimmen in der Landespolitik auf.
Brantner unterstrich, dass die liberale Demokratie auf mündige Bürger statt auf staatliche Kontrolle setze. Sie warnte, der Liberalismus erscheine in den deutschen Landesparlamenten geschwächt. Ihr Aufruf erinnert an eine ähnliche Initiative des früheren Grünen-Chefs Cem Özdemir, der sich bereits an enttäuschte FDP-Anhänger gewandt hatte.
Brantners Werben um Ex-FDP-Wähler markiert eine Verschiebung der politischen Bündnisse. Angesichts des schrumpfenden Einflusses der FDP positionieren sich die Grünen zunehmend als Hüter liberaldemokratischer Grundsätze. Die Entwicklung könnte die Parteilandschaft bei künftigen Wahlen neu ordnen.






