Brandanschlag auf Saalfelder Kulturzentrum entfacht Protestwelle gegen Rechtsextremismus

Admin User
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.Admin User

Nach Brandanschlag auf Kulturzentrum - Saalfeld äußert sich - Brandanschlag auf Saalfelder Kulturzentrum entfacht Protestwelle gegen Rechtsextremismus

Brandanschlag auf alternatives Kulturzentrum in Saalfeld löst Empörung aus

Ein mit einem Molotow-Cocktail verübter Anschlag auf ein alternatives Kulturzentrum in Saalfeld hat für Entsetzen gesorgt. Zwar fing das Gebäude nicht Feuer, doch die Fassade wurde beschädigt. Hundert Menschen gingen später auf die Straße, um gegen den Vorfall und rechtsextreme Gewalt zu protestieren.

Im Zuge der Ermittlungen kam es zu mehreren Festnahmen. Sowohl Erwachsene als auch Jugendliche stehen nun unter Verdacht, schwere Straftaten begangen zu haben.

Der Angriff ereignete sich, als unbekannte Täter einen Brandsatz gegen das Alternative Kulturzentrum Saalfeld warfen. Obwohl das Gerät nicht vollständig explodierte, richtete es sichtbare Schäden an der Außenwand an. Die Behörden leiteten umgehend eine Untersuchung ein.

Drei junge Männer im Alter von 15 bis 19 Jahren wurden als Erste im Zusammenhang mit dem Anschlag vernommen. Ihnen werden versuchte Brandstiftung und politisch motivierte Sachbeschädigung vorgeworfen. Weitere Ermittlungen führten im Januar 2026 zur Festnahme dreier älterer Tatverdächtiger: eines 28-jährigen Einheimischen, eines 25-Jährigen aus der Region sowie eines 22-Jährigen aus einem anderen Teil Thüringens. Sie werden nun wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung untersucht.

Als Reaktion auf den Anschlag versammelten sich rund 600 Demonstranten zu einem friedlichen Marsch durch Saalfeld. Mit Transparenten, auf denen „Ihr legt Feuer – wir stehen zusammen. Stopp rechtsterroristische Gewalt“ zu lesen war, verurteilten sie die Tat und riefen zu Geschlossenheit gegen Extremismus auf.

Die Ermittlungen dauern an, wobei die Polizei mögliche rechtsextreme Hintergründe prüft. Die schnelle und entschlossene Protestbewegung der Bevölkerung zeigt indes deutlich: Gegen solche Gewaltakte regt sich massiver Widerstand. Mit Fortschreiten des Verfahrens werden weitere Entwicklungen erwartet.