"Bici-Bus" erobert deutsche Städte: So radeln Kinder sicher zur Schule
Miriam WolfRadfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - "Bici-Bus" erobert deutsche Städte: So radeln Kinder sicher zur Schule
Immer mehr deutsche Städte übernehmen das "Bici-Bus"-Konzept, um Kindern das sichere Radfahren zur Schule zu ermöglichen. Die Idee, die ursprünglich aus Barcelona stammt, organisiert gruppenweise Fahrten, bei denen junge Radfahrer:innen in einem geschützten Tross gemeinsam unterwegs sind. Frankfurt hat bereits drei Strecken eingerichtet, eine vierte in Bornheim soll bis Ende April folgen.
Funktionsweise des Bici-Bus: Erwachsene bilden eine schützende "Kolonne" um die Kinder herum – sie radeln außen, während die Jüngeren sicher in der Mitte fahren. Anders als bei klassischen Radfahrtrainings, die in Frankfurt oft erst in der vierten Klasse beginnen, gibt es hier keine Altersbeschränkung. Selbst Vorschulkinder können mitmachen, wenn sie bereits radeln können.
Schon im vergangenen Jahr fuhren ähnliche "Fahrradbusse" in anderen hessischen Städten wie Hattersheim sowie in München. Viele dieser Gruppen nehmen im Frühling ihren Betrieb wieder auf. In Frankfurt bedienen die bestehenden Routen unter anderem das Gebiet um die Textorschule – mit Strecken entlang der Deutschherrnufer-Straße und Zum Schlegelhof – eine weitere folgt dem Nicolaus-Weg.
Ziele des Projekts: Neben der Sicherheit geht es darum, Kindern früh Verkehrskompetenz und motorische Fähigkeiten zu vermitteln. Gleichzeitig stärkt das Konzept den Zusammenhalt, da Familien und Nachbar:innen die regelmäßigen Fahrten gemeinsam unternehmen.
Mittlerweile setzen mindestens vier deutsche Städte auf das Bici-Bus-Modell, das weiterhin wächst. Frankfurts vierte Route in Bornheim startet bald und ergänzt die drei bereits aktiven Strecken. Die Initiative bietet eine praktische Lösung, um Kindern mehr Selbstvertrauen im Straßenverkehr zu geben – und das im geschützten Rahmen der Gruppe.






