Bewegende Gedenkfeier in Itzehoe ehrt NS-Opfer und warnt vor Antisemitismus

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Eine große Anzahl von rechteckigen Betonplatten in verschiedenen Höhen, die in einem Gittermuster auf einem geneigten Feld angeordnet sind, bekannt als das Holocaust-Mahnmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, Deutschland.Admin User

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Itzehoe - Bewegende Gedenkfeier in Itzehoe ehrt NS-Opfer und warnt vor Antisemitismus

Gedenkveranstaltung in Itzehoe ehrt Millionen Opfer der NS-Herrschaft

In Itzehoe fand eine Gedenkfeier statt, bei der den Millionen Menschen gedacht wurde, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermordet wurden. Darunter waren sechs Millionen jüdische Männer, Frauen und Kinder sowie Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, politische Gegner und LGBTQ+-Personen. Im Rahmen der Veranstaltung kam auch ein 105-jähriger Überlebender des Holocaust mit einer bewegenden Zeugenaussage zu Wort.

Kristina Herbst, Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages, leitete die Gedenkfeier. Sie bezeichnete das Erinnern an die NS-Opfer als eine "ständige Verpflichtung" für die demokratische Gesellschaft. Herbst würdigte zudem Nicolaus Blättermann, einen Überlebenden, der Verfolgung, Zwangsarbeit und Konzentrationslager überstanden hat.

Blättermann, der an der Veranstaltung teilnahm, hat sein Leben dem Wiederaufbau jüdischen Lebens in Deutschland gewidmet. Herbst nannte dieses Engagement "den größten Triumph über die Nazis". Gleichzeitig äußerte sie Besorgnis über den wachsenden Antisemitismus in der Region und verwies auf Schändungen von Gedenkstätten sowie Hassvorfälle im öffentlichen Raum. In ihrer Rede warnte Herbst, dass solche Taten den gesellschaftlichen Zusammenhalt untergraben. Sie betonte, dass Intoleranz in der Gesellschaft niemals geduldet werden dürfe.

Die Veranstaltung in Itzehoe brachte Überlebende, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger zusammen, um der Vergangenheit zu gedenken. Gleichzeitig lenkte sie den Blick auf aktuelle Herausforderungen – darunter die Notwendigkeit, dem modernen Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten. Die Gedenkfeier unterstrich, wie wichtig es ist, das Andenken an die NS-Verbrechen für kommende Generationen wachzuhalten.