Bentele fordert mehr Bundesgeld für stabile Krankenkassen ohne Leistungskürzungen
Noah FrankeBentele fordert mehr Bundesgeld für stabile Krankenkassen ohne Leistungskürzungen
Verena Bentele fordert mehr Bundesbeteiligung an den Gesundheitskosten
Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, hat die Bundesregierung aufgefordert, eine größere finanzielle Verantwortung für die Kosten im Gesundheitswesen zu übernehmen. Ihre Äußerungen erfolgen vor der Veröffentlichung eines Berichts der Gesundheitsfinanzkommission, der am Montag erwartet wird und 60 Einsparvorschläge für die gesetzliche Krankenversicherung vorlegen soll.
Bentele plädiert für strukturelle Reformen, um die finanzielle Stabilität des Systems zu gewährleisten – ohne dabei Leistungen für Versicherte zu kürzen. Sie warnte davor, dass eine Reduzierung der Angebote vor allem diejenigen belasten würde, die auf die gesetzliche Krankenversicherung angewiesen sind. Stattdessen schlug sie vor, die Beitragsbemessungsgrenze anzuheben und die Arten der beitragspflichtigen Einnahmen zu erweitern.
Kategorisch lehnte sie Vorschläge ab, die beitragsfreie Familienversicherung abzuschaffen, und bezeichnete dies als "versteckte Beitragserhöhung". Auch gegen höhere Zuzahlungen für Medikamente oder die Wiedereinführung von Praxisgebühren sprach sie sich aus – solche Maßnahmen würden besonders vulnerable Patientengruppen zusätzlich belasten. Als Übergangslösung regte sie ein Ausgabenmoratorium für Leistungserbringer an, um die finanzielle Last zu verringern.
Der VdK erwartet, dass die anstehenden Vorschläge der Kommission die Belastung der Beitragszahler verringern, ohne das aktuelle Leistungsniveau zu senken. Bentele betonte, dass Reformen vermeiden müssten, die Kosten auf diejenigen abzuwälzen, die sie am wenigsten tragen können.
Der Bericht der Gesundheitsfinanzkommission wird 60 mögliche Einsparmaßnahmen skizzieren. Benteles Forderungen zielen darauf ab, Patienten vor zusätzlichen Belastungen zu schützen und gleichzeitig die Solvenz des Systems zu sichern. Die Reaktion der Regierung auf diese Empfehlungen wird die zukünftige Finanzierung des Gesundheitswesens in Deutschland prägen.






