Baden-Württemberg fördert innovative Solarprojekte an Verkehrsflächen mit 724.000 Euro

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Eine Autobahn mit einer Betonbarriere am Rand, umgeben von Gras, Pflanzen, Bäumen, Laternenmasten und Strommasten mit Drähten, mit Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.Admin User

Baden-Württemberg fördert innovative Solarprojekte an Verkehrsflächen mit 724.000 Euro

Vier neue Solarenergieprojekte in Baden-Württemberg erhalten Landesförderung und können nun umgesetzt werden. Die Vorhaben sehen die Installation von Photovoltaikanlagen an Lärmschutzwällen, Busdepots und Verkehrsinfrastrukturen vor. Insgesamt erhalten die Projekte Fördergelder in Höhe von 724.000 Euro aus dem Landeshaushalt.

Die Initiativen sind Teil des Programms "Doppelnutzung von Flächen: Solarstrom an Mobilitätsinfrastruktur", das den Ausbau erneuerbarer Energien durch die Integration in bestehende Verkehrsflächen fördert.

Das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz und Energiewirtschaft hat vier Projekte für die Förderung ausgewählt. Eines davon wird von der Rhein-Neckar GmbH geleitet: Auf dem Dach des Wasserstoff-Busdepots in Heidelberg entsteht eine 300-Kilowatt-Solaranlage. Die verbleibenden 144.000 Euro aus dem Fördertopf fließen in Installation und technische Ausstattung.

In Wendlingen am Neckar entsteht entlang der A8 eine 155-Kilowatt-Photovoltaikanlage an einer neuen Lärmschutzwand. Die Gemeinde erhält dafür rund 300.000 Euro. Gleichzeitig montiert die Bürger Energie Ortenau eG etwa 700 Solarmodule an der Lärmschutzwand der Bundesstraße B33 bei Offenburg/Elgersweier. Die 290-Kilowatt-Anlage wird mit etwa 160.000 Euro unterstützt.

Das vierte Projekt stammt von der Bürgerinitiative Solarstrom Ladenburg (BIPLA): Geplant ist eine 345-Kilowatt-Solaranlage an der Lärmschutzwand der Bahnstrecke Ladenburg–Heddesheim. Die Initiative erhält 120.000 Euro für die Umsetzung.

Alle geförderten Projekte müssen bis Ende November 2025 ans Stromnetz angeschlossen sein. Das Land stellt im Rahmen des Programms insgesamt vier Millionen Euro für ähnliche Vorhaben bereit. Die Mittel können für Bauwerke, Photovoltaikanlagen und zugehörige Technik genutzt werden.

Die ausgewählten Initiativen konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte: Solarmodule an Lärmschutzwänden, Überdachungen von Parkplätzen oder Wegen sowie Anlagen entlang von Schieneninfrastrukturen. Bisher gab es in Baden-Württemberg keine vergleichbaren Projekte, die Solarstrom und Verkehrsflächen auf diese Weise verknüpften.

Die vier Vorhaben steigern nicht nur die Kapazitäten für erneuerbare Energien, sondern nutzen dabei bestehende Verkehrsflächen effizient. Sobald sie in Betrieb sind, leisten sie einen Beitrag zur Ausbaustrategie der Region im Bereich Solarenergie. Das Förderprogramm des Landes nimmt weiterhin Anträge für weitere Projekte entgegen – bis die vier Millionen Euro vollständig vergeben sind.