Ärzte fordern Stopp für Online-Krankmeldungen durch kommerzielle Plattformen
Krankschreibung: Hausärzte kritisieren Online-Krankschreibungen gegen Geld scharf - Ärzte fordern Stopp für Online-Krankmeldungen durch kommerzielle Plattformen
Führende Ärzte in Deutschland fordern schärfere Kontrollen bei Online-Krankmeldungen. Markus Beier, Vorsitzender des Hausärzteverbands, kritisiert kommerzielle Plattformen, die rechtliche Grauzonen ausnutzen. Diese Anbieter stellen gegen Gebühr ärztliche Atteste aus – oft nach nur kurzen Videogesprächen mit unbekannten Patienten.
Beier appellierte an die Bundesregierung, gewerbliche Anbieter vom Ausstellen von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen im Internet zu verbieten. Er prangerte aggressive Werbemethoden an, bei denen Unternehmen für schnelle Atteste zwischen 20 und 30 Euro verlangen. Solche Praktiken seien skrupellos und untergrüben eine seriöse medizinische Versorgung, so Beier.
Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach unterstützt die Forderungen nach strengeren Regeln. Er warnte, dass Online-Krankmeldungen nur vom behandelnden Hausarzt oder Facharzt ausgestellt werden sollten. Lauterbach betonte, dass Anbieter ohne vorherige Arzt-Patienten-Beziehung solche Leistungen nicht anbieten dürften. Beier forderte zudem gleiche Einschränkungen für Videosprechstunden wie für telefonische Konsultationen. Bisher dürfen Ärzte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nur am Telefon ausstellen, wenn sie den Patienten bereits kennen – diese Regel soll künftig auch für Videoanrufe gelten, um Missbrauch zu verhindern.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Schließung von Schlupflöchern, die es kommerziellen Plattformen ermöglichen, mit schnellen, unpersönlichen Attesten Profit zu machen. Sollten die neuen Vorschriften in Kraft treten, dürften nur noch etablierte Haus- oder Fachärzte digitale Krankschreibungen ausstellen. Dies würde einen deutlichen Wandel im Umgang mit digitalen medizinischen Dienstleistungen in Deutschland bedeuten.
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