24 March 2026, 16:09

Apotheker streiken bundesweit für faire Löhne am 23. März

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Menge, die Steuerzahler seit der Verhandlung von Medicare niedrigeren Arzneimittelpreisen sparen werden" mit einem Logo.

Apotheker streiken bundesweit für faire Löhne am 23. März

Apotheker in ganz Deutschland bereiten landesweite Proteste für den 23. März vor. Sie werden ihre Geschäfte schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Die Demonstrationen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Frustration über stagnierende Gehälter und den sich verschärfenden Fachkräftemangel in der Branche wächst.

Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, hat sich wiederholt über die ungerechten Lohnunterschiede geäußert. Er wies darauf hin, dass ein Hausmeister bei der AOK Niedersachsen mehr verdient als eine Pharmazeutisch-technische Assistentin mit 15 Jahren Berufserfahrung. Fehske kritisierte zudem, dass fehlende Lohnanpassungen die Personalnot weiter verschärften.

Die Proteste richten sich gegen die Krankenkassen und deren Managergehälter – nicht gegen politische Parteien. Zwar liegen die genauen Zahlen für 2023 noch nicht vor, doch die Vorstände gesetzlicher Krankenversicherungen erhielten in der Vergangenheit Jahresgehälter zwischen 285.000 und 391.000 Euro, was monatlich etwa 23.700 bis 32.600 Euro entspricht.

Fehske hatte beim GKV-Spitzenverband um die Erlaubnis gebeten, ein Foto von Stefanie Stoff-Ahnis für Protestmaterialien nutzen zu dürfen. Der Verband lehnte ab und ging auf seine Fragen zu Lohnforderungen nicht ein. Er hatte unter anderem gefragt, wie sich eine siebenprozentige Gehaltserhöhung für AOK-Mitarbeiter – die jährlich rund 250 Millionen Euro kosten könnte – im Vergleich zu pauschalen Förderungen für andere Bereiche verhalte.

Der GKV-Spitzenverband erklärte später, man könne keine Einzelanfragen beantworten, da die Pressestelle vorrangig Medienanfragen bearbeite.

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Die Proteste finden wie geplant am 23. März statt. Die Apotheker fordern fairere Löhne, wobei der Konflikt vor allem die Einkommenskluft zwischen dem Fachpersonal und den Krankenkassen-Vorständen betrifft. Die Organisatoren hoffen, dass die Demonstrationen die Kassen unter Druck setzen, um die seit langem bestehenden Lohnprobleme endlich anzugehen.

Quelle