19 April 2026, 10:08

1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen: Prozess gegen Kemptener Ehepaar

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kosten Familien Hunderte Dollar monatlich.

1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen: Prozess gegen Kemptener Ehepaar

In Kempten hat ein Prozess begonnen, nachdem ein städtischer Mitarbeiter und seine Ehefrau angeblich fast 1,9 Millionen Euro aus kommunalen Parkuhren gestohlen haben sollen. Das Paar, 40 und 38 Jahre alt, muss sich wegen Untreue und Geldwäsche verantworten. Beide sitzen seit ihrer Festnahme im vergangenen November in Untersuchungshaft.

Das System der Betrügereien begann vor über einem Jahrzehnt: Der Mann entleerte systematisch die Parkuhren und behielt das Bargeld. Seine Frau soll ihm geholfen haben, die Gelder zu waschen, indem sie diese auf Bankkonten einzahlte oder gegen Geschenkgutscheine umtauschte. Jahre lang blieben ihre Machenschaften unentdeckt.

Erst im November 2025 meldete eine Bank verdächtige Transaktionen auf ihren Konten, was die Ermittlungen auslöste und den Betrug aufdeckte. Als Reaktion tauschten die Behörden alle Schlösser der Parkuhren aus und übertrugen die Wartungsaufgaben an ein externes Unternehmen.

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Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung der gestohlenen Gelder. Der Prozess dauert noch an, beide Angeklagten befinden sich weiterhin in Haft. Der Fall hat zu strengeren Kontrollen im Parkgebührensystem Kemptens geführt. Neue Sicherheitsmaßnahmen, darunter die Auslagerung der Wartung, sind inzwischen umgesetzt. Das Urteil wird entscheiden, ob das Paar die veruntreuten 1,9 Millionen Euro zurückerstatten muss.

Quelle