Wintersturm "Goretti" legt Nordeuropa lahm – Schnee, Orkan und Chaos im Verkehr
Luisa BrandtWintersturm "Goretti" legt Nordeuropa lahm – Schnee, Orkan und Chaos im Verkehr
Sturm "Goretti", auch "Elli" genannt, bringt Schneechaos und Orkanböen über Nordeuropa
Der heftige Wintersturm hat in mehreren Ländern den Verkehr lahmgelegt, die Stromversorgung unterbrochen und öffentliche Veranstaltungen abgesagt.
In Nordfrankreich fielen zunächst rund 380.000 Haushalte vorübergehend stromlos. Das Kernkraftwerk Flamanville wurde vorsorglich vom Netz genommen, nachdem die Extremwetterbedingungen kritische Werte erreichten.
In Deutschland sorgte der Sturm für weitreichende Behinderungen: Der Fernverkehr in Norddeutschland bleibt bis Sonntag ausgesetzt, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Im Großraum Hannover ruht der Zugbetrieb mindestens bis Freitagmittag. Betroffen sind über 3.000 Kilometer Gleisstrecke – ähnlich wie bereits bei Sturm "Elli" im Januar 2026.
Wegen extremen Schneefalls stellte der Flughafen Birmingham den Betrieb ein. Das Kreuzfahrtschiff AIDAnova änderte unterdessen seine Route und ließ den geplanten letzten Stopp in Southampton aus. Auch das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig wurde abgesagt.
Laut Meteorologe David Menzel sei das Ausmaß des Sturms für die Jahreszeit zwar ungewöhnlich stark, aber nicht außergewöhnlich.
Tausende ohne Strom, Flugausfälle, Zugstillstände: "Goretti" hinterlässt eine Spur der Zerstörung in Nordeuropa. Die Behörden beobachten die Lage weiter, während in den am stärksten betroffenen Regionen die Aufräumarbeiten beginnen.






