Wiesbadens Karnevalsumzug tauscht Schlussfigur nach Markenstreit mit Mainz aus
Miriam WolfWiesbadens Karnevalsumzug tauscht Schlussfigur nach Markenstreit mit Mainz aus
Mainz' Karnevalsumzug ändert kurzfristig seine Schlussfigur
Der Wiesbadener Karnevalsumzug hat in letzter Minute eine Änderung an seiner Abschlussfigur vorgenommen. Die langjährige Tradition, bisher als "Zugen(d)te" bekannt, trägt nun nach einem Markenrechtsstreit mit Mainz den Namen "Gans am End". Zudem wurde das Aussehen der Figur überarbeitet, um juristische Konflikte zu vermeiden.
Fast 20 Jahre lang endete der Wiesbadener Umzug mit einer entenähnlichen Figur namens "Zugen(d)te". In diesem Jahr meldete jedoch der Mainzer Karnevalsverein Bedenken an, da der Name markenrechtlich geschützt und ausschließlich für Mainz reserviert ist. Hannsgeorg Schönig, Präsident des Vereins, reichte eine offizielle Beschwerde ein, woraufhin Wiesbaden reagierte.
Bei genauerer Betrachtung ähnelt die Figur ohnehin kaum einer Ente. Vielmehr zeigt sie eine Gans in einer Warnweste, die einen Besen hält. Die weißen Federn unterscheiden sie zudem deutlich von der gelben "Zugente" aus Mainz. Um die Angelegenheit beizulegen, kündigten die Wiesbadener Organisatoren von Dacho an, die Figur künftig "Gans am End" – also "Gans am Ende" – zu nennen.
Guntram Eisenmann, künstlerischer Leiter von Dacho, bestätigte, dass die Beschriftung der Figur entfernt werde. Die Anpassungen sorgen dafür, dass der traditionelle Abschluss erhalten bleibt, ohne in Konflikt mit dem markenrechtlich geschützten Rosenmontagszug in Mainz zu geraten.
Die umgetaufte "Gans am End" wird nun ohne weitere Streitigkeiten den Wiesbadener Umzug beschließen. Mit ihrer neuen Identität und dem überarbeiteten Design bleibt die Tradition lebendig – und respektiert gleichzeitig die Mainzer Markenrechte. Die Organisatoren haben sichergestellt, dass die Änderungen allen rechtlichen Vorgaben entsprechen.
