Wiesbadener Kommunalwahl: Nachzählung kippt CDU-Mehrheit im Stadtrat
Luisa BrandtWiesbadener Kommunalwahl: Nachzählung kippt CDU-Mehrheit im Stadtrat
Nachzählung bei Wiesbadener Kommunalwahl verändert Zusammensetzung des Stadtrats
Eine erneute Auszählung der Stimmen bei der Kommunalwahl in Wiesbaden hat die Sitzverteilung im Stadtrat verändert. Die Überprüfung aller 247 Wahlbezirke förderte Fehler in der ursprünglichen Auszählung zutage, die zu einer Verschiebung der Mandate führten. Diese Korrektur könnte nun Einfluss darauf haben, welche Parteien die nächste Stadtregierung bilden.
Laut dem ursprünglichen Wahlergebnis hatte die CDU 22 Sitze errungen und damit knapp die Mehrheit für die bisherige Regierungskoalition gesichert. Doch die Wahlkommission stellte fest, dass zahlreiche Stimmzettel fälschlicherweise als ungültig gewertet worden waren. Nach der Nachzählung verlor die CDU einen Sitz und kommt nun auf 21 Vertreter.
Von der Neuauszählung waren auch kleinere Parteien betroffen: Lukas Haker von Die Partei zog als zusätzlicher Abgeordneter ein, während Martin Woitschell (CDU) sein Mandat verlor. Die endgültige Sitzverteilung lautet nun: CDU 21, SPD 18, Grüne 12, AfD 10, Linke 6, FDP 4, Volt 4, sowie je ein Sitz für Pro Auto, Partei für Gerechtigkeit, BSW, FWG, PdF und Freie Wähler. Die BLW ging leer aus.
Für den Briefwahlbezirk im Stadtteil Nordost wurde wegen anhaltender Unregelmäßigkeiten eine Wiederholungswahl vorgeschlagen. Das Ergebnis der Nachzählung könnte der bisherigen Koalition den Verbleib an der Macht ermöglichen, da sie im ersten Zählgang knapp an der Mehrheit gescheitert war.
Die korrigierten Ergebnisse verändern die Machtverhältnisse im Wiesbadener Stadtrat. Da die CDU nun 21 statt 22 Sitze hält, könnten die Verhandlungen über eine neue Regierung eine andere Richtung einschlagen. Eine endgültige Entscheidung über die Briefwahlstimmen aus Nordost steht noch aus.






