17 April 2026, 06:10

Wie Deepfake-Technologie eine Frau jahrelang zum Opfer digitaler Gewalt machte

Ein Plakat mit einer Person in militärischer Uniform in der Mitte, mit der fettgedruckten Schrift "Sexuelle Gewalt tut weh" umgeben von Logos, die Stärke und Resilienz vermitteln.

Wie Deepfake-Technologie eine Frau jahrelang zum Opfer digitaler Gewalt machte

Die Journalistin Franziska Martin berichtet seit Langem über das wachsende Problem von KI-gestützter Belästigung am Arbeitsplatz. In ihren jüngsten Recherchen thematisiert sie den Fall von Collien Fernandes, die über Jahre Opfer sexualisierter digitaler Gewalt wurde. Mit Deepfake-Technologie wurden ohne ihr Einverständnis explizite Fälschungen von ihr erstellt und verbreitet.

Fernandes erlitt jahrelange Schikanen, nachdem manipulierte Videos und Bilder von ihr online kursierten. Die Deepfakes wirkten so überzeugend, dass selbst berufliche Kontakte Nachrichten erhielten, die fälschlich von ihr stammen sollten. Das Ausmaß der Angriffe löste öffentliche Empörung aus.

In Berlin versammelten sich Demonstrant:innen unter dem Motto "Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Betroffenen". Die Kundgebung forderte strengere Schutzmaßnahmen gegen den Missbrauch KI-generierter Inhalte.

Franziska Martin, die in Hamburg ansässig ist, beschäftigt sich als Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt und Berufstrends mit diesen Themen. Zuvor arbeitete sie beim Manager Magazin, wo sie über die KI-Branche berichtete. Heute untersucht sie, wie neue Technologien die Arbeitswelt verändern – und welche Risiken damit einhergehen.

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Der Fall Collien Fernandes hat die Gefahren von Deepfake-Missbrauch ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Proteste und Medienberichte drängen auf rechtliche und gesellschaftliche Konsequenzen. Martins Recherchen beleuchten weiterhin die weitreichenden Auswirkungen von KI auf Beschäftigte und die Gesellschaft.

Quelle