16 March 2026, 02:08

Warum integrierte Unternehmensplanung (IBP) Lieferketten in Krisenzeiten rettet

Ein offenes Buch auf einer flachen Oberfläche, das ein Diagramm des Versorgungsflusses in den American Expeditionary Forces zeigt, begleitet von begleitendem Text.

Warum integrierte Unternehmensplanung (IBP) Lieferketten in Krisenzeiten rettet

Neue Studie unterstreicht wachsende Bedeutung integrierter Unternehmensplanung (IBP) in Zeiten gestörter Lieferketten

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, wie wichtig integrierte Unternehmensplanung (IBP – Integrated Business Planning) für Unternehmen wird, die mit Unterbrechungen in ihren Lieferketten kämpfen. Der Bericht IBP Radar 2020 der Unternehmensberatung Camelot Management Consultants befragte Fachleute aus der chemischen Industrie, der Pharmazie, der Konsumgüterbranche und dem verarbeitenden Gewerbe. Die Ergebnisse belegen: 80 Prozent der Führungskräfte halten IBP mittlerweile für unverzichtbar, um globale Geschäftsprozesse flexibler zu gestalten.

Die Coronavirus-Pandemie hat gravierende Schwächen in den weltweiten Lieferketten offenbart. Laut der Studie bleiben Agilität und zuverlässige Lieferungen auch in den kommenden drei Jahren die größten Herausforderungen. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf IBP als Lösung.

IBP verbindet strategische Planung mit operativer Umsetzung Das Konzept verknüpft Vertriebs-, Finanz- und Lieferkettenplanung in einem einheitlichen System. Dadurch arbeiten Abteilungen enger zusammen, was die Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens deutlich verbessert. Doch die Untersuchung zeigt auch: Über 70 Prozent der Betriebe nutzen IBP bisher nur in einer grundlegenden Ausführung – und verschenken so ein großes Potenzial.

Mangelnde Zusammenarbeit bremst die Einführung aus Das größte Hindernis für eine flächendeckende Umsetzung ist die Notwendigkeit fächerübergreifender Teamarbeit, die vielen Unternehmen schwerfällt. In etwa zwei Dritteln der befragten Firmen sind Finanzabteilungen nach wie vor nicht regelmäßig in Planungsprozesse eingebunden. Camelot, eine auf Wertschöpfungsketten spezialisierte Beratung, betont, dass die Überwindung dieser Hürden zu mehr Effizienz und Krisenfestigkeit führen könnte.

Erkenntnis: IBP wird erkannt – doch die Umsetzung hinkt hinterher Die Studie macht einen klaren Trend deutlich: Unternehmen sehen den Nutzen von IBP, tun sich aber schwer mit der vollständigen Einführung. Angesichts anhaltender Belastungen für Lieferketten könnten jedoch jene Betriebe einen Wettbewerbsvorteil erlangen, die ihre Zusammenarbeit und Planungsintegration verbessern. Die Ergebnisse legen nahe, dass Unternehmen, die IBP beherrschen, künftige Störungen besser meistern werden.

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