10 June 2026, 12:11

Wärmewende 2025: Wie Neubauten Erdgas hinter sich lassen und auf Erneuerbare setzen

Drei Viertel der neuen Wohngebäude werden mit Wärmepumpen geheizt

Wärmewende 2025: Wie Neubauten Erdgas hinter sich lassen und auf Erneuerbare setzen

Neue Daten zeigen einen deutlichen Wandel hin zu erneuerbaren Energien im deutschen Wärmesektor. Im Jahr 2025 setzen die meisten Neubauten auf umweltfreundliche Heizlösungen, während Erdgas eine weitaus geringere Rolle spielt als noch vor einigen Jahren.

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2025 nutzen 78,2 % der neu errichteten Wohngebäude erneuerbare Energien als primäre Wärmequelle. Den Trend prägen vor allem Wärmepumpen, die in 73,6 % der Neubauten installiert werden. Besonders beliebt sind diese Systeme in Ein- und Zweifamilienhäusern, wo sie in 77,9 % bzw. 78,4 % der Fälle zum Einsatz kommen.

Noch ausgeprägter ist der Verzicht auf fossile Brennstoffe bei genehmigten Bauvorhaben. Von den 2025 bewilligten Wohngebäuden werden 87,0 % mit erneuerbaren Energien beheizt, wobei Wärmepumpen mit 83,0 % den Löwenanteil ausmachen. Erdgas, einst die dominierende Wahl, kommt nur noch in 10,5 % der Neubauten und lediglich in 2,2 % der genehmigten Projekte zum Einsatz.

Die Entwicklung stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren dar. 2024 setzten bereits 69,4 % der Neubauten auf Erneuerbare – mehr als das Doppelte im Vergleich zu 2015. Bei Bestandsgebäuden hingegen hinkt die Umstellung hinterher: Hier heizen noch 53,9 % mit Erdgas, während nur 10,2 % auf erneuerbare Energien setzen. Da Heizsysteme oft Jahrzehnte in Betrieb bleiben, wirkt sich dieser langsame Wandel auch langfristig auf die CO₂-Bilanz aus.

Die Daten verdeutlichen, wie rasant erneuerbare Heizsysteme in Neubauten Einzug halten. Im Bestand jedoch bleibt die Abhängigkeit von Erdgas weiterhin hoch. Diese Diskrepanz bedeutet, dass die Emissionsreduktion Zeit braucht – schließlich bleiben ältere Anlagen noch Jahre in Betrieb.

Quelle