07 February 2026, 00:11

WahlSwiper hilft Baden-Württembergs Wählern bei der Entscheidung vor der Landtagswahl

Der Text 'Sozialdemokratische Partei Deutschlands' in fetter schwarzer Schrift, mittig auf einem weißen Hintergrund mit einem dünnen schwarzen Rand.

WahlSwiper hilft Baden-Württembergs Wählern bei der Entscheidung vor der Landtagswahl

Ein neues digitales Tool namens WahlSwiper unterstützt Wählerinnen und Wähler in Baden-Württemberg dabei, ihre politischen Ansichten mit den Positionen der Parteien vor der Landtagswahl abzugleichen. Entwickelt wurde die Plattform von einem Team unter der Leitung des Freiburger Politikwissenschaftlers Uwe Wagschal. Sie zerlegt komplexe Wahlprogramme in einfache, per Wischgesten beantwortbare Aussagen.

Das Tool ist seit 2017 im Einsatz und wurde bereits für seine Verdienste ausgezeichnet, Politik verständlicher zu machen – gleichzeitig liefert es Forscherinnen und Forschern wertvolle Daten zu Wählertrends.

Der WahlSwiper konfrontiert Nutzerinnen und Nutzer mit 37 Fragen zu zentralen Themen wie Bildung, Migration, Energie und Verkehr. Jede Aussage wird per schnellem Wischen beantwortet, woraufhin das System berechnet, wie stark die eigenen Meinungen mit den Positionen der einzelnen Parteien übereinstimmen.

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Achtzehn der 21 antretenden Parteien haben ihre Standpunkte im Voraus eingereicht. Erste Auswertungen zeigen deutliche Gräben, insbesondere zwischen linksgerichteten und konservativen Lagern, doch es gibt auch überraschende Überschneidungen.

Aktuelle Umfragen von Infratest dimap und der Forschungsgruppe Wahlen belegen, dass sich die Einstellungen im Land in den vergangenen fünf Jahren gewandelt haben. Die Zustimmung zu strengeren Migrationskontrollen ist gestiegen, was Parteien wie der AfD im Wahljahr 2024 Aufwind beschert. Bildung bleibt ein zentrales Thema – vor allem die Sorge um Lehrkräftemangel und die berufliche Ausbildung. Gleichzeitig gewinnt in der Energiedebatte die Rückkehr zur Kernkraft an Zuspruch, was auf einen Rückgang des Einflusses der Grünen seit 2023 hindeutet.

Der WahlSwiper bietet Wählerinnen und Wählern eine klare, datengestützte Methode, um ihre Ansichten mit den Parteiprogrammen zu vergleichen. Die Erkenntnisse daraus geben Forscherinnen und Forschern zudem Einblicke in die sich verändernde politische Landschaft Baden-Württembergs. Die weitere Nutzung des Tools könnte langfristig beeinflussen, wie Parteien künftig mit den Wählerinnen und Wählern in Dialog treten.