Vom Kriegsdenkmal zum Luxushotel: Lou Calens magische Wiedergeburt in der Provence
Ella HofmannVom Kriegsdenkmal zum Luxushotel: Lou Calens magische Wiedergeburt in der Provence
Ein historisches Anwesen in Cotignac, Frankreich, hat nach über zwei Jahrzehnten des Leerstands wieder seine Türen geöffnet. Die Wiederbelebung von Lou Calen, einem Ort mit engen Bezügen zu Kriegszeiten, begann, als der kanadische Unternehmer Graham Porter das Gebäude erwarb und es in ein lebendiges Hotel, Restaurant und kulturelles Zentrum verwandelte.
Die Geschichte von Lou Calen reicht bis ins Jahr 1944 zurück, als ein zehnjähriges Mädchen namens Huguette am Tag der Befreiung von einem amerikanischen Soldaten einen Ring geschenkt bekam. Jahrzehnte später wurde sie zur zentralen Figur des Anwesens. 1972 kaufte Huguette das Nachbarhaus – einst von Nonnen genutzt, um Mädchen zu beherbergen – und verwandelte es in ein Hotel und Restaurant. Bald zog der Ort prominente Gäste an, darunter David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd.
Huguetts Verbindung zu Lou Calen blieb selbst in ihren Neunzigern stark. Später veröffentlichte sie ein Kochbuch mit provenzalischen Rezepten und traf sich sogar in Palm Springs mit dem amerikanischen Soldaten wieder, der ihr einst den Ring schenkte. Doch nach der Schließung des Hotels 1999 stand das Anwesen über 20 Jahre lang verlassen da.
Erst durch Graham Porters Kauf erhielt der Ort neues Leben. Das wiedereröffnete Hotel beherbergt nun ein Kunstzentrum, eine Bar, ein Restaurant und Gästezimmer. Es zieht ein internationales Publikum an, wobei Amerikaner die größte Besuchergruppe stellen.
Aus einem Kriegsdenkmal ist so ein modernes Reiseziel geworden. Die Geschichte des Anwesens, eng verknüpft mit Huguetts Schicksal, fasziniert weiterhin Gäste aus aller Welt. Mit seinen neuen Einrichtungen verbindet das Hotel heute Tradition und zeitgemäßen Charme.






