Vom Jobverlust zur Selbstständigkeit: Wie eine Kanadierin in Deutschland neu anfing
Luisa BrandtVom Jobverlust zur Selbstständigkeit: Wie eine Kanadierin in Deutschland neu anfing
Eine kanadische Expatriate, die in Deutschland lebte, verlor im Januar 2025 überraschend ihren Job, als ihr Arbeitgeber im Rahmen von Massenentlassungen Personal abbauen musste. Der Arbeitsplatzverlust unterbrach nicht nur ihre Karriere, sondern riss sie auch aus einem internationalen Netzwerk von Kollegen und Freunden heraus.
Die Umstellung gestaltete sich durch Sprachbarrieren und die komplexe deutsche Bürokratie besonders schwierig. Die Beantragung von Arbeitslosengeld entwickelte sich zu einer weiteren Hürde und verschärfte den ohnehin belastenden Druck. Um wieder Halt zu finden, strukturierte sie ihren Alltag neu: Sie bewarb sich auf Stellen, schrieb Artikel und begann sogar eine Ausbildung zur Yogalehrerin.
Gemeinsam mit ihrem Mann baute sie ihr bestehendes Imkereigeschäft aus, betreute zusätzliche Bienenvölker und steigerte die Honigproduktion. Zwar brachten die freiberufliche Tätigkeit und das kleine Unternehmen weniger Einkommen als ihre frühere Festanstellung, doch sie gaben ihr ein Gefühl von Sinn und Selbstbestimmung. Über ein Jahr später gründete sie mit ehemaligen Kollegen ein Start-up im Bereich Data Science. Das junge Unternehmen sicherte sich staatliche Fördergelder – ein entscheidender Wendepunkt in ihrer beruflichen Laufbahn.
Mehr als ein Jahr nach dem Jobverlust fand ihr Alltag langsam wieder zu einer neuen Normalität. Die Förderung des Start-ups brachte finanzielle Sicherheit, während die Imkerei und persönliche Projekte Erfüllung schenkten. Trotz aller Rückschläge hatte sich ihr Einsatz gelohnt: Ein neues Kapitel in Deutschland konnte beginnen.






