Ver.di ruft im Südwesten zu neuen Streiks im öffentlichen Dienst auf
Miriam WolfVer.di ruft im Südwesten zu neuen Streiks im öffentlichen Dienst auf
Beschäftigte im öffentlichen Dienst Baden-Württembergs bereiten sich auf weitere Streiks in dieser Woche vor. Die Gewerkschaft Ver.di hat zu Arbeitsniederlegungen in mehreren Städten aufgerufen, nachdem es bereits in Stuttgart und Karlsruhe zu Warnstreiks gekommen war. Gefordert werden höhere Löhne, bessere Schichtzulagen sowie Arbeitsplatzsicherheit für Auszubildende.
Die Gewerkschaft pocht auf eine monatliche Lohnerhöhung von 7 Prozent für Landesbedienstete, mindestens jedoch 300 Euro mehr. Für Nachwuchskräfte soll es zusätzlich 200 Euro im Monat geben, während die Schichtzulagen um 20 Prozentpunkte steigen müssten. Zudem verlangt Ver.di, dass Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung fest übernommen werden.
Die Proteste beginnen am Dienstag in Esslingen. Am Mittwoch sind Streiks in Tübingen, Karlsruhe und Mannheim geplant. Mehrere hundert Beschäftigte wollen sich beteiligen, wobei der Warnstreik in Tübingen die Universität Tübingen und andere öffentliche Einrichtungen betreffen wird. Jonas Weber, Ver.di-Bezirksgeschäftsführer für die Region Fils-Neckar-Alb, forderte die Arbeitgeber auf, im nächsten Verhandlungsdurchgang ein faires Angebot vorzulegen. Hanna Binder, stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft, betonte die unverzichtbaren Leistungen der Beschäftigten im öffentlichen Sektor. Während andere Gewerkschaften wie der dbb in ähnlichen Tarifkonflikten bereits ihre Verhandlungsführer benannt haben, sind Ver.dis Hauptvertreter für diese Tarifrunde in öffentlichen Berichten noch nicht bestätigt.
Die Streiks folgen auf wochenlange Verhandlungen über Löhne und Arbeitsbedingungen. Da sich die Proteste in der Region ausweiten, könnte es zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Dienst kommen. Ver.di konzentriert sich mit seinen Forderungen auf Lohnsteigerungen, verbesserte Schichtzuschläge und Arbeitsplatzsicherheit für neue Mitarbeiter.
