03 May 2026, 10:08

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Pistorius fordert stärkere europäische Verteidigung

Eingang zum Hauptquartier der US-Strategischen Luftstreitkräfte in Europa mit einer amerikanischen Flagge, Text und Logos an der Wand, Bänken, einer Tafel, Fotorahmen, beleuchteter Decke und einer Tür im Hintergrund.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Pistorius fordert stärkere europäische Verteidigung

Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bestätigte, dass dieser Schritt erwartet worden sei. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, dass Europa angesichts der anhaltenden Spannungen seine eigenen Sicherheitsfähigkeiten stärken müsse.

Am 1. Mai 2023 gab die US-Regierung bekannt, ihre militärische Präsenz in Deutschland um 5.000 Soldaten zu verringern. Der Abzug soll in den nächsten 6 bis 12 Monaten erfolgen. Derzeit sind noch etwa 38.000 US-Soldaten im Land stationiert, darunter wichtige Kommandostandorte für US-Operationen in Europa und Afrika.

Pistorius erkannte die Entscheidung an, relativierte jedoch Bedenken und erklärte, die US-Präsenz in Europa diene weiterhin den gemeinsamen Interessen. Zugleich wies er auf die größere Frage der europäischen Verteidigung hin und forderte eine stärkere Eigenständigkeit der NATO-Partner. Unterdessen beraten NATO-Vertreter mit den USA über die konkrete Umsetzung des Truppenabzugs.

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Kritiker in Deutschland nutzen die Ankündigung, um eine deutlichere Aufstockung der Bundeswehr zu fordern. Die Bundesregierung plant bereits, die Streitkräfte von 185.000 auf 260.000 Soldaten zu vergrößern. Viele argumentieren, dass Russlands anhaltende Aggression eine stärkere Armee unverzichtbar mache.

Der Abzug der US-Truppen wird sich schrittweise über das kommende Jahr vollziehen. Deutschlands Verteidigungspläne, einschließlich der Bundeswehr-Erweiterung, stehen nun erneut auf dem Prüfstand. Offizielle Stellen versichern jedoch, dass die Veränderungen die transatlantische Sicherheitszusammenarbeit nicht schwächen werden.

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