14 April 2026, 10:09

Traditionsverlag Aschendorff wechselt nach 300 Jahren den Besitzer

Schwarze Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Schlagzeile "Weitpreubliche Zeitung" und einem Foto von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Szenerie.

Traditionsverlag Aschendorff wechselt nach 300 Jahren den Besitzer

Aschendorff, ein 300 Jahre alter Verlag, verkauft seine Zeitungstitel an die Rheinische Post Mediengruppe

Die Brüder Benedikt und Eduard Hüffer, die die Mehrheit am familiengeführten Unternehmen halten, haben den Verkauf des traditionsreichen Verlagshauses Aschendorff an die Rheinische Post Mediengruppe geleitet. Ihr Hauptanliegen war es, einen Käufer zu finden, der ihre Werte teilt – nicht den höchsten Preis zu erzielen.

Die Hüffer-Brüder entschieden sich nach vertraulichen Verhandlungen für die Rheinische Post Mediengruppe. Anders als bei anderen jüngeren Medienverkäufen, etwa der Übernahme der Nordwest Mediengruppe aus Oldenburg, gab es kein Bieterverfahren. Interessenten wie die Funke-Gruppe, die NOZ/mh:n Mediengruppe oder Mediahuis wurden nicht zur Abgabe von Angeboten eingeladen.

Zum Verkaufspaket gehören einflussreiche Zeitungen im Münsterland und in Ostwestfalen mit einer kombinierten verkauften Auflage von rund 152.300 Exemplaren. Die Verleger bestanden darauf, dass der neue Eigentümer die redaktionelle Unabhängigkeit der Aschendorff-Titel wahrt.

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Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Die konservativen Werte der Familie Hüffer prägten den Prozess und schränkten den Kreis möglicher Käufer ein. Finanzielle Gewinne standen bei dem Deal nicht im Vordergrund.

Die Vereinbarung stellt sicher, dass die Aschendorff-Titel in einer familiengeführten Mediengruppe bleiben. Die Bedingungen der Hüffer-Brüder priorisierten langfristige redaktionelle Freiheit über Profitstreben. Die endgültige Freigabe liegt nun beim Bundeskartellamt, bevor der Verkauf abgeschlossen wird.

Quelle