16 March 2026, 02:08

Timothée Chalamet schreibt Oscar-Geschichte – doch eine Kontroverse droht seinen Triumph zu überschatten

Eine Bühne für eine Preisverleihung mit dunklem Hintergrund, beleuchtet von ein paar Lichtern und mit mehreren Gegenständen, die mit dem Event in Verbindung stehen.

Timothée Chalamet schreibt Oscar-Geschichte – doch eine Kontroverse droht seinen Triumph zu überschatten

Timothée Chalamet hat Oscar-Geschichte geschrieben: Mit nur 30 Jahren ist er der jüngste Schauspieler, der drei Nominierungen in der Kategorie Bester Hauptdarsteller erhalten hat. Seine jüngste Nominierung gilt für Marty Supreme, bei dem er auch als Produzent fungiert. Doch der Weg zur Verleihung gestaltet sich holprig – eine wachsende Kontroverse um seine jüngsten Äußerungen über Ballett und Oper überschattet die Vorfreude.

Die Kritik hat sogar eine "Stoppt-Timmy"-Kampagne vor der Preisvergabe ausgelöst.

Chalamets Oscar-Karriere begann 2018 mit einer Nominierung für Call Me by Your Name. 2025 folgte eine weitere für A Complete Unknown. Nun übertrifft er mit seinen drei Hauptrollen-Nominierungen Marlon Brando als jüngster Schauspieler in dieser Kategorie.

Sein aktueller Film Marty Supreme brachte ihm 2026 gleich zwei Oscar-Nominierungen ein: als Bester Hauptdarsteller und in der Kategorie Bester Film. Die doppelte Auszeichnung fällt zusammen mit seinem Debüt als Filmproduzent.

Doch statt seiner Erfolge steht derzeit seine umstrittene Aussage im Fokus. Mitte März hatte Chalamet Ballett und Oper als "langweilig" abgetan – und damit eine Welle der Empörung ausgelöst. Prominente Institutionen wie die Metropolitan Opera, das Royal Opera House und die Canadian Opera reagierten verärgert, ebenso Stars wie Doja Cat und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. In sozialen Medien hagelte es Hunderttausende Likes und wütende Kommentare.

Bis zum 16. März ebbte die Empörung nicht ab. Opernhäuser und Ballettcompagnien konterten mit kreativen Aktionen: Sie posteten Videos und Umfragen, um ihre Kunstformen zu verteidigen. Trotz des Shitstorms bleibt Oscar-Experte Michael Schulman überzeugt, dass Chalamets Chancen auf einen Gewinn für Marty Supreme intakt sind.

Abseits der Debatte zeigte sich Chalamet jüngst bei einem unauffälligen Abend in Los Angeles. Im Restaurant Manpuku in West Hollywood speiste er inkognito – gekleidet in eine graue Windjacke und eine Basecap, die dezent auf Marty Supreme anspielte und seine anhaltende Filmwerbung unterstrich.

Mit nun vier Oscar-Nominierungen markiert die aktuelle Doppelnominierung einen Karrierehöhepunkt. Die Kontroverse um seine Äußerungen hat seine Award-Chancen bisher nicht geschmälert, polarisiert aber die öffentliche Meinung. Die Academy Awards werden zeigen, ob der Gegenwind seinen Sieg verhindert – oder ob sein Talent ihn schließlich zum Gewinner macht.

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