Tarifstreit im Nahverkehr Baden-Württembergs: Erste Runde ohne Ergebnis gescheitert
Noah FrankeTarifstreit im Nahverkehr Baden-Württembergs: Erste Runde ohne Ergebnis gescheitert
Tarifverhandlungen für Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr Baden-Württembergs festgefahren
Die Lohnverhandlungen für Mitarbeiter:innen im öffentlichen Personennahverkehr Baden-Württembergs sind nach der ersten Runde ohne ein Angebot der Arbeitgeberseite gescheitert. Betroffen sind rund 6.700 Beschäftigte bei sieben Unternehmen, darunter auch in Freiburg. Parallel finden bundesweit ähnliche Verhandlungen statt.
Die Gewerkschaft ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen, darunter höhere Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Samstagsarbeit. Zudem verlangt sie eine angemessenere Bezahlung von Überstunden, die derzeit teilweise unter dem regulären Stundenlohn liegt, sowie leistungsgerechte Zulagen. Die Gewerkschaftsvertreter:innen kritisieren, dass die Belegschaft durch unbezahltes Mehrarbeit und steigende Arbeitsintensität überlastet sei.
Die Arbeitgeber haben bisher jedoch kein konkretes Angebot vorgelegt. Als Grund für die Verzögerung verwiesen sie auf die angespannte Haushaltslage der Kommunen. Da kein Vorschlag auf dem Tisch liegt, wird ver.di nun ihre Tarifkommission konsultieren, um das weitere Vorgehen zu beraten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Anfang Februar angesetzt. Ähnliche Gespräche laufen derzeit in allen Bundesländern und betreffen fast 150 lokale Verkehrsbetriebe mit Tausenden Beschäftigten.
Die Pattsituation bedeutet für die Nahverkehrsbeschäftigten in Baden-Württemberg vorerst keine Fortschritte bei ihren Forderungen. Die weiteren Verhandlungen im Februar werden zeigen, ob eine Einigung möglich ist. Das Ergebnis könnte auch Signalwirkung für andere Regionen haben, in denen vergleichbare Konflikte ausgetragen werden.
