Stuttgart steht still: Öffentlicher Dienst streikt am Dienstag flächendeckend
Noah FrankeStreiks angekündigt - Wilhelma und Theater betroffen - Stuttgart steht still: Öffentlicher Dienst streikt am Dienstag flächendeckend
Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Stuttgart und Umgebung bereiten sich auf flächendeckende Streiks am Dienstag vor, nachdem die Lohnverhandlungen in einer Sackgasse endeten. Die zweite Runde der Gespräche brachte keine Einigung, sodass Gewerkschaften und Arbeitgeber erst im Februar wieder zusammenkommen werden. Über 920.000 Angestellte, die unter landesweite Tarifverträge fallen, könnten mit Arbeitsausfällen rechnen, da die Forderungen nach höheren Löhnen weiterhin unerfüllt bleiben.
Die Gewerkschaft Ver.di und der dbb beamtenbund und tarifunion fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent für Beschäftigte im öffentlichen Dienst, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Der Konflikt betrifft zwar rund 2,2 Millionen Menschen in ganz Deutschland, die aktuellen Verhandlungen konzentrieren sich jedoch auf die Tarifverträge auf Landesebene.
Am Dienstag werden Warnstreiks wichtige Einrichtungen in Stuttgart lahmlegen. Der Wilhelma-Zoo, das Staatstheater und die Staatsgalerie müssen mit Schließungen oder eingeschränktem Betrieb rechnen. Auch Universitäten, Gymnasien und Behörden – darunter Ministerien, der Landtag und Verwaltungsstellen – werden voraussichtlich an den Ausständen teilnehmen.
Da die jüngsten Verhandlungen ergebnislos blieben, steht nun vom 11. bis 13. Februar eine finale Gesprächsrunde an. Bis dahin haben die Gewerkschaften mit weiteren Beeinträchtigungen gedroht, falls ihre Forderungen nicht erfüllt werden.
Die Streiks werden die öffentlichen Dienstleistungen in Stuttgart und Umgebung auf die Probe stellen – von Bildungseinrichtungen bis zu Kulturstätten. Sollte bis Mitte Februar keine Einigung erzielt werden, könnte die Arbeitsniederlegung noch weiter eskalieren. Das Ergebnis der Verhandlungen wird die Bezahlung von hunderttausenden Beschäftigten in den kommenden Monaten entscheiden.
