12 March 2026, 18:09

Streit um Neuabgrenzung des Bundestagswahlkreises Lörrach-Müllheim eskaliert

Eine 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die politische Grenzen zeigt, mit beschreibendem Text oben und unten.

Streit um Neuabgrenzung des Bundestagswahlkreises Lörrach-Müllheim eskaliert

Ein Streit ist über die Pläne zur Neuabgrenzung des Bundestagswahlkreises Lörrach-Müllheim in Baden-Württemberg entbrannt. Der örtliche CDU-Kreisverband kritisiert den Vorschlag scharf und argumentiert, dieser würde das Wiesental ungerechtfertigterweise zerschneiden. Stattdessen schlägt die Partei eine alternative Lösung vor, um die Bevölkerungszahlen in den Wahlkreisen auszugleichen.

Nach dem aktuellen Entwurf soll die zentrale Region des Wiesentals – ab Schopfheim – sowie das gesamte obere Wiesental dem Wahlkreis Waldshut zugeordnet werden. Der CDU-Kreisverband Lörrach lehnt dies jedoch ab. In einer Sitzung am 9. März 2026 betonte der Vorstand, eine Teilung des Tals sei politisch und sozial nicht zu rechtfertigen.

Der Verband hat stattdessen einen Gegenvorschlag vorgelegt: Stattdessen sollen Rheinfelden (Baden) und Schwörstadt an Waldshut angegliedert werden. Beide Städte gehören laut CDU bereits zum Landtagswahlkreis Waldshut und lägen geografisch näher am Hochrhein. Der Kreisvorsitzende Stefan Glaser verwies zudem auf die historischen Verbindungen zum ehemaligen Landkreis Säckingen.

Rheinfelden, eine Stadt in Baden-Württemberg, hat in jüngster Zeit lokale Entwicklungen wie Wohnbauprojekte im Ortsteil Minseln erlebt. Schwörstadt wiederum taucht häufig in regionalen Nachrichten in Verbindung mit Lörrach auf. Die CDU besteht darauf, dass eine Umgliederung dieser Gebiete eine gerechtere Wählerverteilung ermöglichen würde, ohne das Wiesental zu zerschlagen.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie Wahlkreisgrenzen am besten anzupassen sind, ohne Gemeinden zu zerschneiden. Der CDU-Alternativplan zielt darauf ab, den regionalen Zusammenhalt zu wahren und gleichzeitig demografische Ungleichgewichte auszugleichen. Eine endgültige Entscheidung über die Wahlkreisreform steht noch aus.